von: Weidinger, G.

Der Goldene Weg der Mitte


Der Goldene Weg der Mitte

2017, 464 Seiten

22,90 € *
 

ca. 1 - 3 Tage

 
Weitere Infos

Haben Sie noch Fragen? Unsere Service- und Bestellhotline steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung: Tel.: +49 (0)89 7499-156

 
 
 

Der Goldene Weg der Mitte von Weidinger, G.

Erkrankungen mit westlicher und Chinesischer Medizin verstehen und behandeln:
Erschöpfung, Burnout, Depression, Reizdarmsyndrom, Lebensmittelunverträglichkeiten, Gastritis, das metabolische Syndrom (Diabetes mellitus Typ II, Fettleibigkeit, hoher Blutdruck und hohe Blutfette), Herzinfarkt, Schlaganfall, Autoimmunerkrankungen (Hashimoto-Thyreoiditis, Multiple Sklerose, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Lupus Erytemathodes, ...), Asthma bronchiale, COPD, Akne vulgaris, Polyneuropathie und Krebs sind nur einige unserer Erkrankungen des Westens, die chinesisch auf eine müde Mitte zurückzuführen sind.
Dr. Georg Weidinger, Arzt, Autor, Musiker und Yoga-Lehrer, bekannt durch seinen Bestseller Die Heilung der Mitte, schafft in diesem Buch den Spagat, die großen Zusammenhänge mit der westlichen Medizin und der Chinesischen Medizin zu erklären und mit Humor nahezubringen.
Der Goldene Weg der Mitte kann auch als Fortsetzung der "Heilung der Mitte" verstanden werden, diesmal noch viel genauer, mit umfangreichem Wissen über die einzelnen Erkrankungen, mit konkreten Therapievorschlägen mittels Lebensführung, chinesischer und westlicher Kräuter.
Mit einem Vorwort von Werner Lampert.

Leseprobe:
Der Weg des Magens Ad 1: Die Leere füllen
Wir kennen alle dieses aufgewühlte Gefühl in unserer Magengegend, das aber nicht von unserem Magen kommt, sondern vom Solarplexus (Plexus solaris, aus dem Lateinischen, bedeutet Sonnengeflecht). Beim Verliebtsein kann es sich so anfühlen, wenn man aufgeregt ist, eher positiv nervös (wenn man zum Beispiel auf dem Flughafen auf einen geliebten Menschen wartet, oder Kinder, die das Christkind erwarten).
Dieses komische Gefühl hat etwas mit Glücklich sein zu tun. Das Sonnengeflecht ist eine Ansammlung von Nervenfasern des Sympathikus (der Teil des autonomen Nervensystems, der uns aktiviert und antreibt und am Tag dominiert) und des Parasympathikus (der Teil des autonomen Nervensystems, der uns beruhigt und entspannt und der die Verdauung leitet, er dominiert in der Nacht). Das Sonnengeflecht ist wie eine Schaltzentrale des autonomen Nervensystems, um weitere Anweisungen für den gesamten Verdauungsapparat zu geben.
Befehle könnten zum Beispiel lauten: Spann die glatte Muskulatur (das sind die Muskeln des Darmes, die eine Darmtätigkeit und -bewegung ausführen) an oder entspanne sie! Produziere mehr Säure im Magen oder weniger! Bilde mehr Schleim in den Schleimhäuten oder weniger. Treibe den Stuhl hinten heraus oder lass Dir noch Zeit damit! Kurble die Verdauung an oder bremse sie!
Der Soralplexus ist das Hirn unserer Mitte.
Es ist wohl kein Zufall, dass dieser Bereich als wichtiger Energieknoten im Ayurveda, der altindischen Medizin, gesehen wird.
Dieses Manipura Chakra steht für ein Energiefeld, das Licht, Wärme, Energie und Aktivität spendet.
Und es steht für Durchsetzungskraft, für die Entwicklung des Ich.
Im Yoga kann man diese Region gezielt stärken.
Es ist also eine sehr positive Region (um es einmal westlich nüchtern auszudrücken).
Blöd ist nur, dass sich der Solarplexus genau hinter dem Magen befindet. Blöd auch, dass sich dieses Gefühl fast wie Hunger anfühlt.
Wenn also dieses aufgewühlte wunderbare Gefühl in der Magengegend beginnt und es steigt kein geliebter Mensch aus dem Flugzeug für Sie, es fühlt sich an wie Verliebtsein aber da ist niemand, der ihr Verliebtsein erwidert, oder das Glöckchen zu Weihnachten läutet und es kommt kein Christkind, es gibt keine Geschenke, na dann bleibt Ihnen nur eines (denken Sie in diesem Moment): Essen. Durch das Essen entspannt sich zumindest der Magen und Sie lernen (der Pawlowsche Hund lässt grüßen...), dass Essen zumindest dieses Gefühl in der Magengegend beruhigt. Aber eigentlich war der Körper so aufgeregt, weil er etwas erwartet hat, etwas Wunderbares, das passieren sollte. Vielleicht ist genau so eine Situation irgendwann einmal in ihrem Leben aufgetreten, wahrscheinlich in der Kindheit (es wird schon einen Grund haben, warum wir ständig in der Kindheit herumwühlen...). Und ihr Bedürfnis als Kind in diesem Moment wurde nicht befriedigt, aber Essen war genug da. Also haben Sie gegessen und gelernt (Pawlow! Das Glöckchen läutet!), dass Essen Wünsche erfüllt. Aber eigentlich ist es eine Verwechslung! Das befriedigte Hungergefühl löst eben nicht den Knoten des aufgewühlten autonomen Nervensystems in ihrem Oberbauch! Wenn der geliebte Mensch aus dem Flugzeug aussteigt und Sie ihn in die Arme nimmt, dann ist alles gut und der Plexus solaris gibt Ruhe. Sympathikus und Parasympathikus sind im Gleichgewicht, in Frieden. Wenn Sie statt der Ankunft des geliebten Menschen lieber essen, gibt der Magen kurz Ruhe und meldet sich bald wieder. Also müssen Sie wieder essen und bald wieder und so weiter. Und Sie nehmen zu und werden noch unglücklicher.
Jetzt bräuchten Sie den geliebten Menschen noch viel mehr - oder das Christkind. Aber das einzige, was da ist und immer verfügbar, ist Essen.

 
Weidinger, G.

Georg Weidinger, Jahrgang 1968,
studierte Medizin an der Universität Wien, Doktorat 1995, Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur (unter anderem bei Dr. Francois Ramakers, Prof. Dr.med. et Mag. phil. Gertrude Kubiena, Dr. Gunter R. Neeb), Diplom 2003, klassisches Klavier und Komposition am Konservatorium der Stadt Wien, Computermusik und Elektronische Medien an der Universität für Musik Wien, Diplom mit Auszeichnung 1999. Seit 2002 betreibt Georg Weidinger eine Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur in Wien-Favoriten.

Kundenbewertungen für "Der Goldene Weg der Mitte"
 
Bewertungen werden nach Überprüfung freigeschaltet.
Bewertung schreiben
 
 
 
 
 
 
 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.