von: Barck, W./ Klemm, W.

Homöopathische Psychiatrie


Homöopathische Psychiatrie

2. Aufl. 2013, 310 Seiten

28,00 € *
 

ca. 1 - 3 Tage

 
Weitere Infos

Haben Sie noch Fragen? Unsere Service- und Bestellhotline steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung: Tel.: +49 (0)89 7499-156

 
 
 

Homöopathische Psychiatrie von Barck, W./ Klemm, W.

Herausgegeben von Wolfgang Klemm.
Dr. med. et phil. Wolfgang Barck hat als Psychologe und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie die Lehre Hahnemanns in seiner psychiatrischen Praxis angewandt und für Homöopathen Behandlungsmöglichkeiten von Patienten mit psychiatrischer Problematik in diesem Buch beschrieben.
Ein Buch, das konsequent Wege aufzeigt, auch in aussichtslos erscheinenden Fällen auf eine geringe Zahl von Arzneimitteln zu vertrauen.
Viele eindrucksvolle Fälle aus Barcks fast 30-jährigen Praxis beweisen ein profundes Wissen um die homöopathischen Therapiemöglichkeiten und beschreiben den therapeutischen Prozess zwischen Arzt und Patient sehr deutlich.
Besonders Lach., Nat-m., Nux-v., Phos. werden ausführlich vorgestellt.

Rezension:
…ein fachlich empfehlenswertes und von der Ausstrahlung sympathisches Buch.
--- Thomas Genneper, AHZ 2005

 
Buchbesprechung aus der Allgemeinen Homöopathischen Zeitung, Ausgabe 3/2004, S. 149 Eine echte Überraschung: Während sich auf dem homöopathischen Modemarkt zunehmend jüngere Autoren unter dem Motto "Je jünger, desto Guru" tummeln und die Zeit, eine Idee reifen zu lassen, oft nicht mehr gegeben zu sein scheint, liegt jetzt - vier Jahre nach dem Tode ihres Autors - eine beachtenswerte Neuerscheinung vor, der nichts Modisches, Effektheischendes anhaftet. Es handelt sich um die homöopatische Psychiatrie des 1999 verstorbenen Wolfgang Barck, der so hintergründig wirkte, dass selbst die sonst so nachruffreudige AHZ sein Ableben nicht zur Kenntnis nahm. Barck, der zunächst Psychologie studierte und sich u.a. mit dem Thema Gestaltpsychologie und Erkenntnistheorie beschäftigte, arbeitete nach Abschluss des Medizinstudiums an verschiedenen psychiatrischen Universitätskliniken und absolvierte seine Lehranalyse bei Prof. Benedetti. Neben der psychiatrischen und psychotherapeutischen Betätigung entstand sein Interesse an der Homöopathie, die ihn zunehmend faszinierte, so dass er bei seinen Behandlungen immer mehr der Homöopathie zuneigte. In seinem Buch werden zunächst die Prinzipien der Homöopathie gut lesbar dargestellt und durch Kasuistiken veranschaulicht. Ein Kapitel, das jedem Anfänger dringend empfohlen werden kann. Eine solch reflektierte und anspruchsvolle, sprachlich und stilistisch sichere Einführung, der nichts Abgehobenes und Unverständliches anhaftet, ist zur Zeit eine Besonderheit. Ohne Aufdringlichkeit bringt Barck seine Belesenheit ein und es ist bewundernswert, wie er en passant Goethe und Nietzsche erwähnt, wie er Sankaran neben Hippokrates zitiert, sich bei Paracelsus sowohl auf die Aschner'sche wie Peukert'sche Ausgabe bezieht und im Lachesis-Kapitel Fidelios "O welche Lust den Atem frei zu heben" neben Rosa Luxemburgs "Freiheit ist die Freiheit des Anderen" stellt. Barck wird nicht müde zu betonen, dass sich die Homöopathie in einem Bereich abspiele, den wir mit einem kausalen Denkansatz nicht erreichen und beruft sich auf v. Krehl und dessen Vorstellung der Autonomie, die das Leben kennzeichne. Ganz wichtig ist die Unterscheidung zwischen Mechanismus und Organismus, die momentan um so bedeutsamer ist, da manche unserer Hirnforscher sie nicht mehr zu kennen scheinen! Die Vorstellung des Organischen, des Leibes schützt Barck vor der Vereinfachung, dass das, was nicht mechanisch ist, wohl psychisch sein müsse. Vor diesem Hintergrund begreift er die Homöopathie nicht als verstehende Psychologie, vielmehr geht es ihm um die konstitutionellen Grundlagen des Seelenlebens, wobei für ihn die Konstitution, d. h. die Natur des jeweiligen Menschen tiefer als das Biographische reicht. Äußere Ereignisse, Traumata, fallen immer auf ganz persönlichen Boden. Deutlicher kann man den konstitutionellen, generationsübergreifenden Ansatz nicht formulieren. Vier Arzneimittel (Lach., Nat-m., Nux-v., Phos.) werden von Barck ausführlich dargestellt und durch Kasuistiken veranschaulicht. Anhand der Krankengeschichten zeigt er, dass einseitiges Psychologisieren auf Kosten der real leiblichen Gegebenheiten ins Leere führt und nur eine Perpetuierung des obsoleten psychosomatischen Dualismus darstellt. Im Gegensatz zur Psychoanalyse, die Heilung durch Einsicht einfordert, sagt Barck, dass Einsicht häufig erst durch Heilung möglich werde. Ob der Verlag mit dem Titel, der nur einen engen Interessentenkreis ansprechen dürfte, gut beraten war, darf bezweifelt werden. Besser wäre wohl das von Barck im Text eingearbeitete Motto "Homöopathie als Psychotherapie" gewesen. So könnte dem Buch die angemessene Aufmerksamkeit zuteil werden. Rainer Appell Buchbesprechung aus der Zeitschrift für Klassische Homöopathie, Ausgabe 2/2004, S. 89 Das Buch basiert auf einem Manuskript, das erst nach dem Tod von Wolfgang Barck (1999) in überarbeiteter Form zur Veröffentlichung gelangte. Es entstand über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren und repräsentiert damit auch die Entwicklung in der Arbeit des Psychologen, Psychiaters und Homöopathen Barck. Der Titel des Buches repräsentiert zwar das Grundanliegen des Buches, ist aber etwas irreführend, da der Inhalt nicht nur der homöopathischen Psychiatrie gewidmet ist, sondern eingehend auch die Grundlagen der Homöopathie behandelt. Der erste Teil des Werkes reicht von einführenden Themen wie Zubereitung der Arzneien, Arzneimittelwahl und Krankheitsbegriff in der Homöopathie bis zum Kernthema des Autors, der "Homöopathie in der Psychiatrie". Der zweite Teil stellt einige ausgewählte Arzneien (Arsenicum album, Lachesis, Natrium muriaticum, Nux vomica, Phosphorus) in ihren wesentlichen psychischen Gesichtspunkten dar und beinhaltet zu jeder Arznei mehrere, teiweise auch sehr ausführliche Falldarstellungen. In unaufdringlicher und sehr differenzierter Weise setzt sich der Autor mit der Homöopathie auseinander, bietet einerseits dem Anfänger eine solide Darstellung der homöopathischen Prinzipien, andererseits dem Fortgeschrittenen Anlass zum Nachdenken über spezifische Fragestellungen. So erklärt Barck beispielsweise die phänomenologische Sichtweise der Symptome, stellt gleichzeitig aber auch in Frage, ob wirklich bei jeder Krankheit jede Kausalität in Zweifel gezogen werden muss. Für ihn sind auch im Bereich des Lebendigen Mechanismen erkennbar, die in Teilbereichen eine kausale Sichtweise rechtfertigen können. Den Boden der genuinen Homöopathie verlässt der Autor mit seinen Vorstellungen zur Konstitutionslehre, in der es nach Barck auch darum geht, die gesunde Anlage des Menschen zu erfassen. Im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen des Themenbereichs der psychiatrischen Homöopathie, in denen der Homöopathie Weltverbesserungsfunktionen zugeordnet werden, liegt es Barck völlig fern, Homöopathie als eine Heilslehre aufzufassen. Für ihn hat sie nicht die Aufgabe, das Verhalten der Menschen direkt zu beeinflussen, da dies einen Eingriff in die persönliche Freiheit bedeuten würde. Hier sind dem Menschen (und somit auch dem Homöopathen) von der Natur Grenzen gesetzt. Sie ist aber in der Lage, einen Heilungsprozess in Gang zu setzen, der zu einer oft erstaunlichen Persönlichkeitentwicklung führen kann. Homöopathie kann Hilfestellung zur Entfaltung der im Menschen veranlagten Natur geben. Grenzüberschreitungen entzieht sich die Homöopathie nach Barck auch dadurch, dass sie Arzneitherapie bleibt. Sie kann deshalb auch kein Erziehungs- oder Seelsorgeersatz sein und sollte auch aus diesem Grund eigentlich nicht in Gefahr stehen, eine Heilslehre zu werden. Die Arzneidarstellungen sind eine lesenswerte Synthese aus eigenen Analysen mit Zitaten ganz unterschiedlicher Autoren von Hahnemann über Kent bis Mezger und Vithoulkas. Dabei verlegt sich Barck aber zu sehr auf eine Typisierung der Arzneien und bestimmte Schwerpunktthemen. Die anschließenden Falldarstellungen sind interessant, allerdings bleibt der genaue Verlauf mit den Einzelheiten der Arzneiwiederholung, eines Arzneiwechsels etc. manchmal im Verborgenen, die Arzneiwahl wird nicht systematisch begründet. Nicht alles liegt auf der Linie des strikt klassisch denkenden Homöopathen. Aber in der fundierten Darstellung von Barck laden alle Ansichten trotzdem zum Überdenken der eigenen Positionen ein. Ein fachlich empfehlenswertes und von der Ausstrahlung symphatisches Buch. Thomas Genneper
Barck, W.

Dr. med. et phil. Wolfgang Barck
hat als Psychologe und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie die Lehre Hahnemanns in seiner psychiatrischen Praxis angewandt.

Klemm, W.

Wolfgang Klemm, Jahrgang 1942,
studierte nach Abitur und Militärdienst Medizin in Leipzig, 1969 Approbation und Promotion zu Dr. med., anschließend fachärztliche Weiterbildung zum Gynäkologen sowie zum Sportarzt, 1981-88 leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut von Prof. Dr. mult. von Ardenne in Dresden. Nach illegalem Verlassen der DDR im Oktober 1988 einige Jahre Sportarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sportmedizin der TU München, Schriftstellerisches Studium an der Axel-Andersson-Akademie in Hamburg. Seit 1996 eigene Praxis als praktischer Arzt in München, Autodidaktisches Studium der Alten Geschichte.

Kundenbewertungen für "Homöopathische Psychiatrie"
 
Bewertungen werden nach Überprüfung freigeschaltet.
Bewertung schreiben
 
 
 
 
 
 
 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.