von: Laotse/ Wang, Jing/ Philips-Slavkoff, Elisabeth

Die Weisheit des Laozi. Eine illustrierte Nachdichtung


Die Weisheit des Laozi. Eine illustrierte Nachdichtung

2017, 160 Seiten

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Die Weisheit des Laozi. Eine illustrierte Nachdichtung von Laotse/ Wang, Jing/ Philips-Slavkoff, Elisabeth

Mit Kalligraphien illustriert sowie Lesebändchen ausgestattet.
Zur Nachdichtung des Dao De Jing:
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. (Hermann Hesse).
Das gilt auch für den Uranfang von Allem, der seine Entsprechung im chinesischen Dao hat.
Im Laozi bedeutet Dao Weg des Schöpfens und Wirkens, Urprinzip, rechter Weg.
Wandlung ist dem Dao immanent, nichts hat Bestand.
Aber aus dem Laufe der Natur (wie von selbst) ergeben sich Handlungsmaximen für eine Welt im Umbruch.
Sie helfen uns zu leben.
Und so ist das chinesische Dao De Jing aus der Epoche der Streitenden Reiche, (475 - 221 v. Chr.) auch für den westlichen Suchenden in einer turbulenten Gegenwart Orientierungshilfe.
Der Zauber ist das Mystische und Vieldeutige des Dao De Jing.
Daher haben wir in diese moderne Übersetzung aus dem Chinesischen auch eine visuelle Dimension einbezogen.
Das gilt nicht nur für die Aquarelle, sondern auch für Siegelschrift Kalligraphien, womit für die wichtigsten Begriffe der daoistischen Philosophie die Zeichenebene mit einbezogen wird. Denn das Chinesische ist eine Bildsprache.
Wir hoffen, damit das Werk näher in die Gegenwart zu rücken und dabei dem Leser die Freiheit seiner eigenen Interpretation zu lassen.
--- Elisabeth Philips-Slavkoff, Jing Wang

Auszüge aus dem Buch:
Höchste Güte gleicht dem Wasser:
Es nutzt allen Lebewesen und kämpft doch nicht.
Und verweilt an von Menschen geschmähten Plätzen.
So kommt das Wasser
Dem Weg des Schöpfens und Wirkens nahe.
Verweile auf festem Boden,
Dein Verstand gleiche einer tiefen Quelle.
Sei gütig, wahrhaft und korrekt im Handeln.
Lenke das Dir Anvertraute mit Kompetenz.
Wähle den rechten Zeitpunkt für Dein Eingreifen.
Denn wer nicht kämpft vermeidet Unheil.
------------
Umkehr in das Gegenteil,
Ist des Weges Richtung.
Nachgiebigkeit
Ist des Urprinzips Methode.
Alle Lebewesen entstehen aus dem Sein,
Sein entsteht aus dem Nichtsein.
-----------
Wer studiert, vermehrt täglich sein Wissen,
Wer dem rechten Weg folgt, der handelt täglich weniger,
Weniger und noch weniger,
Bis er das Stadium des Nicht-Handelns erreicht.
Nicht handeln und doch bleibt nichts ungetan.
Die Herrschaft auf Erden erreicht,
Wer auf Dauer nicht geschäftig ist,
Wer zu geschäftig ist,
Der ist zum Herrschen ungeeignet.

Rezensionen:
Das Dao De Jing ist eine Herausforderung für jeden Kulturkreis und für jede Epoche, sofern man sich diesem Dialog mit dem Text, dem
Dialog mit sich selbst stellt. Die beiden Autorinnen reihen sich genau dort ein: in ihrer Auseinandersetzung mit dem Text, aus ihrer sprachlichen und kulturellen Kompetenz und ihrer interkulturellen Annäherung.
Ihre Übertragung in ein modernes Deutsch versucht, über das Textgerüst hinweg und durch es hindurch, die Bildlichkeit der chinesischen Sprache und Kultur einzufangen.
--- Richard Trappl, ao. Univ. Prof. Sinologie/Ostasienwissenschaften, Universität Wien, Direktor des Konfuzius Institutes an der Universität Wien.

Das Dao De Jing ist immer noch mit der Aura des Mystischen und Vieldeutigen umgeben.
Umso verdienstvoller ist das Anliegen der beiden Autorinnen, durch ihr vorliegendes Werk Laozi in die Gegenwart zu rücken.
Elisabeth Philips-Slavkoff hat dies bereits früher durch ihr malerisches Werk getan und Jing Wang beschäftigt sich ausführlich wissenschaftlich mit den Herausforderungen des Übersetzens. Das macht auf das durch dieses west-östliche Gespann erarbeitete Werk neugierig.
--- Gerd Kaminski, Professor an der New York State und der Peking Universität, Leiter des Österreichischen Instituts für China und Südostasienforschung, Geschäftsführer der Österreichisch-Chinesischen Gesellschaft.

 
Laotse

Laozi,
übersetzt Alter Meister, war ein chinesischer Philosoph, der im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben soll. Sein Name wird auch Laotse, Lao-Tse, u.ä, geschrieben. Er gilt als Begründer des Daoismus (Taoismus). Das ihm zugeschriebene Werk, das Dàodéjing (Tao Te King, Tao Te Ching) betitelt wurde, ist das Hauptwerk des Daoismus.

Wang, Jing

Mag. Jing Wang
wurde in der Inneren Mongolei der VR China geboren und hat 2000 ihr Bachelor-Studium in Germanistik an der Xian International Studies University abgeschlossen. Nach einem Forschungssaufenthalt an der Universität Heidelberg erlangte sie 2003 den Magistertitel für Germanistik an der Beijing Foreign Studies University (BFSU). Sie ist Universitätsdozentin an der Deutschabteilung der BFSU. Seit Mai 2009 ist sie als chinesische Direktorin des Konfuzius-Instituts an der Universität Wien tätig und lehrt am Institut für Ostasienwissenschaften/Sinologie der Universität Wien. Ihr Forschungsschwerpunkt ist transkulturelle Kommunikation. Von 2003 bis 2016 Universitätsdozentin und ao.-Univ. Professorin für Germanistik an der Beijing Foreign Studies University (BFSU), Habilitation im Juli 2014. Seit 2009 lebt sie überwiegend in Wien und leitete bis 2014 als Co-Direktorin das Konfuzius-Institut an der Universität Wien. Seit 2016 führt sie ein renommiertes österreichisch-chinesisches Jointventure und ist nebenberuflich als Übersetzerin und Dolmetscherin tätig. Zu ihren Publikationen gehören mehrere Monographien und Beiträge in Fachzeitschriften in den Bereichen transkulturelle Kommunikation, Sprache, Literatur und chinesische Philosophie, sowie Wörter- und Lehrbücher und eine Reihe von Übersetzungen in chinesischer und deutscher Sprache.

Philips-Slavkoff, Elisabeth

Elisabeth Philips-Slavkoff, Jahrgang 1950,
ist eine Künstlerin und Kunsthistorikerin. Sie befasst sich seit 1977 mit der Chinesischen Kultur. Die promovierte Juristin lebte 1983-1985 als Diplomatin in Peking. Nach einem Kunstgeschichtestudium in London und mehreren Studienaufenthalten in China gilt ihr Forschungsinteresse der zeitgenössischen chinesischen Kunst sowie der Philosophie der Moderne. Während eines Aufenthalts an der China Academy of Art in Hangzhou 2012 zum Studium der chinesischen traditionellen Malerei und der Siegelschrift Kalligraphie lernte sie den Daoismus näher kennen und widmet sich seither der Übertragung des Dao De Jing aus dem Chinesischen ins Deutsche.

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