von: Ritter, S.

Arzneimittelwirkungen aus Sicht der chinesischen Medizin


Arzneimittelwirkungen aus Sicht der chinesischen Medizin

2015, 558 Seiten

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Arzneimittelwirkungen aus Sicht der chinesischen Medizin von Ritter, S.

Arzneimittelwirkungen aus Sicht der chinesischen Medizin beschreibt ausgehend vom Wirkungsmechanismus der Arzneistoffe aus Sicht der Schulmedizin, erwünschte und unerwünschte Wirkungen von Medikamenten als Grundlage für eine ausführliche Erörterung ihrer Auswikungen auf Qi, Flüssigkeiten und Blut bzw. Yin und Yang. Daraus wird zudem das thermische Verhalten der Medikamente hergeleitet.

Geordnet nach den verschiedenen Organsystemen, deren Erkrankungen durch die Arzneistoffe behandelt werden, sind die Wirkstoffe in Gruppen zusammengefasst. In diesem Zusammenhang wird für jede Wirkstoffklasse erläutert, wie die individuelle Konstitution des Patienten das Auftreten unerwünschter Wirkungen begünstigen kann. Eine tabellarische Übersicht erleichtert den Nutzern das schnelle Erfassen der wichtigsten Informationen zu jeder Wirkstoffklasse.
Basierend auf diesem Wissen kann durch eine gezielte Auswahl von Medikamenten oder durch eine präventive Unterstützung das Risiko für unerwünschte Wirkungen gesenkt werden. Behandlungstipps zeigen, wie man mit Akupunktur, Ernährung und Veränderung der Lebensführung unerwünschte Arzneimittelwirkungen behandeln kann.
Das Buch richtet sich an Ärzte, Heilpraktiker und Apotheker mit Kenntnissen in chinesischer Medizin.

 
Ritter, S.

Sabine Ritter, Jahrgang 1961,
ist Apothekerin und Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten Japanische Akupunktur und westliche Phytotherapie in München. Sie studierte von 1980 bis 1984 an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz Pharmazie und arbeitete einige Jahre als Apothekerin in verschiedenen Apotheken. Inzwischen entwickelt sie zertifizierte Online-Fortbildungen für Ärzte und Apotheker. Nach wiederholten Aufenthalten in Japan und China absolvierte sie eine Ausbildung in chinesischer Medizin am EIOM in München und erwarb 2013 das Diplom der AGTCM. Seit 2013 ist sie als Heilpraktikerin in München tätig. 2014 schloss sie eine Ausbildung zu westlichen Kräutern in der chinesischen Medizin am ABZ Mitte in Offenbach ab. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (AGTCM) und praktiziert seit über 15 Jahren Yoga. Als international tätige Referentin und Autorin schreibt sie regelmäßig für die Fachzeitschriften Naturheilpraxis und Yin Yang.

Kundenbewertungen für "Arzneimittelwirkungen aus Sicht der chinesischen Medizin"
Durchschnittliche Kundenbewertung:
Star Rating
(aus 2 Kundenbewertungen)
 
 
Von: Mueller 02.02.2017 10:54

Empfehlenswert

hier die Meinung eines Mitglieds der AGTCM über das Buch:
Rezension zu:
Arzneimittelwirkungen aus Sicht der Chinesischen Medizin von Sabine Ritter mit einem Vorwort von Barbara Kirschbaum

Die Brücke zwischen der TCM und Welt der Medikamente
Dominik Daling
Die studierte Pharmazeutin, Apothekerin und Heilpraktikerin für TCM, Sabine Ritter, hat mit ihrem Nachschlagewerk „Arzneimittelwirkungen aus Sicht der Chinesischen Medizin“ eine ebenso mutige wie dringend notwendige Brücke zwischen der TCM und Welt der Medikamente geschlagen. In enger Kooperation mit 2 Ärztinnen, Kolleginnen und Kollegen und den Dozenten-Teams des EIOM München und ABZ-Mitte ist ein 558 Seiten starker Band entstanden, der in 2015 beim Verlag Müller & Steinicke München erschienen ist. Minutiös recherchiert und in übersichtlicher Darstellung liefert Sabine Ritter das Handwerkszeug für moderne TCM-Therapeuten, auf die schulmedizinischen Verschreibungen und deren Wechselwirkungen kompetent eingehen zu können, die uns tagtäglich in der Praxis begegnen. Meines Wissens handelt es sich um das erste Buch dieser Art im deutschsprachigen Raum. Es sollte in keiner gut sortierten Fachbibliografie fehlen.
Das Nachschlagewerk beschreibt im kürzeren ersten Teil zunächst einige theoretische Grundlagen der menschlichen Physiologie, auf die Medikamente einen Einfluss nehmen, wie etwa das vegetative Nervensystem, Neurotransmitter oder das RAAS-System. Hier wird auch die Wirkung von Arzneimitteln auf Rezeptoren, Enzyme und Transportsysteme erläutert.
Im zweiten und Hauptteil des Buches offenbart sich das Ergebnis einer enorm umfangreichen Recherche und Übertragungsleistung in die Konzepte der Chinesischen Medizin. Nach Erkrankungsarten gegliedert, beschreibt das Buch das gros der aktuell verschriebenen pharmazeutischen Wirkstoffe. Ritter liefert zu jeder Erkrankungsart (zum Beispiel Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Schmerztherapie oder Autoimmunerkrankungen) immer zuerst eine Verortung aus schulmedizinischer Sicht und aus der Sicht der Chinesischen Medizin. Dem folgt eine Übersicht der derzeit gültigen schulmedizinischen Therapiekriterien und Leitlinien.
Bei den einzelnen Arzneistoffen wird zunächst auf den Wirkmechanismus aus beiderlei Perspektiven eingegangen. Dem folgt dann eine Auflistung der Wirkstoffe (zum Beispiel bei den Glucocorticoiden Betamethason, Prednisolon etc.), die systemischen und lokalen Anwendungsgebiete sowie die unerwünschten Wirkungen, anschaulich sortiert nach Körpersystemen. Ein wichtiger weiterer Punkt stellt eine Fließtextbeschreibung der Wirkungsweise aus Sicht der Schulmedizin und der Chinesischen Medizin dar, der es dem Leser ermöglicht, einen direkten Vergleich beider Perspektiven herzustellen. Ein Auszug aus der Chinesischen Sicht:
ß2-Sympathomimetika, zur Behandlung von Asthma und COPD eingesetzt, „wärmen und bewegen das Qi im oberen Erwärmer… Die unerwünschten Wirkungen können als Zeichen von Wind (Kopfschmerzen, Schwitzen, Tremor…) oder aufsteigendem Yang … (…Schwitzen, Tachykardie, Extrasystolen) interpretiert werden. D.h. das Bewegen des Qis im oberen Erwärmer verursacht bei den Betroffenen einen chaotischen Qi-Fluss (Wind).“ (S. 278)
Abgerundet wird die Beschreibung eines Arzneistoffes durch einen tabellarischen Steckbrief, der auf einen Blick das Wesentliche transportiert.
Der dritte Teil ist der Praxis der Chinesischen Medizin gewidmet und liefert grundlegendes Handwerkszeug, um präventiv oder regulativ die Nebenwirkungen der Arzneistoffe durch Ernährungstipps und Akupunktur aufzufangen. Dass hier keine Kräuterrezepturen vermerkt sind, ist gut nachvollziehbar, würde die Materie doch in ihrer Komplexität den Rahmen des Werkes sprengen. Das obligatorische Glossar, aber auch das Inhaltsverzeichnis sind detailliert und ermöglichen eine rasche Orientierung.
Da in der TCM-Ausbildung meist nur am Rande auf die Chinesische Sicht auf westliche Arzneimittel eingegangen werden kann, ist dieses Buch ein äußerst hilfreiches Nachschlagewerk und sehr zu empfehlen.

 
Von: Martin Scherer 01.12.2015 16:09

Ein unentbehrliches Nachschlagewerk für die TCM-Praxis

Es gibt im deutschsprachigen Raum meines Wissens, kein vergleichbares Buch und schließt somit eine Lücke. Das Buch ist aufgrund der medikamentösen schulmedizinischen Vorbehandlungen unerer Patienten, ein unentbehrliches Nachschlagewerk mit gutem Nutzen für die tägliche TCM-Praxis. Auch die Seminare von Frau Ritter, die ich persönliche sehr schätze, sind sehr zu empfehlen.

 
 
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