Frauenmittel und wo sie helfen

Frauenmittel und wo sie helfen

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Die wichtigsten Frauenmittel bei den häufigsten Beschwerden:

Brustschmerzen – Mastodynie:

Brustschmerzen treten bei Frauen gehäuft im Zusammenhang mit der Menstruation auf, wenn die Beschwerden wiederkehrend in der zweiten Zyklushälfte auftreten bzw. sich verschlimmern kann man von einem Progesteron-Defizit oder einem Östrogen-Überschuss ausgehen. Hierfür gibt es gute naturheilkundliche Maßnahmen, welche nur in der zweiten Zyklushälfte angewandt werden.

Naturheilkundliche Frauenmittel:

Der Mönchspfeffer ist ein sehr wirksames Mittel, da er eine Progesteron ähnliche Wirkung hat, es empfiehlt sich morgens 40 Tropfen einer Mönchspfeffertinktur als Fertigpräparat einzunehmen.

Der Frauenmantel hat eine hormonbalancierende und abschwellende Wirkung, er wird als Einzelmittel oder als Tinktur verwendet. Am besten dreimal drei Tropfen einnehmen oder als Tee konsumieren.

Sie können auch beim Einsetzen der Beschwerden Magerquark auf die Brüste streichen, die Brutknospen sollten ausgespart werden, danach mit einem feuchten Baumwolltuch bedecken.

Die Yamswurzel ist ein sehr wichtiges Mittel, welches aus Mittelamerika stammt und eine Progesteron ähnliche Wirkung hat. Die Yamswurzel gibt es als Gel oder als Creme, welches direkt auf die Brüste aufgetragen wird und somit die Leber nicht unnötig belastet.

Bei Entzündungen der Brust hilft Phytolacca sehr gut, diese wird in Form von Globuli eingenommen und wirkt auf Knochen und Drüsen, im Speziellen auf die Brustdrüse.

In der TCM:

Wird die Mastodynie meistens in Verbindung mit einer Leber-Qi-Stagnation gesehen, so dass hier vor allem die Akupunktur und die Kräuterheilkunde zur Regulierung des freien Flusses der Leberenergie zur Anwendung kommen.

Falls Sie Veränderungen der Brust, wie Verhärtungen oder Knoten feststellen, empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen und den Veränderungen auf den Grund zu gehen.

Zu schwache Blutung – Hypomenorrhoe:

Was kann man tun, um die Blutung zu forcieren? Wichtig ist für sich zu erkennen, ob es in ihrem Leben gravierende Veränderungen gegeben hat. Haben Sie mit dem Rauchen oder einer Hormoneinnahme begonnen? Sitzen sie mehr oder haben Sie in letzter Zeit mehr Stress gehabt? Dies sind alles Gründe warum es zur Hypomenorrhoe kommen kann.

Alternative Heilmethoden zur Förderung der Durchblutung sind:

Gezielte sportliche Betätigung die die Durchblutung im Becken anregen, wie Bauchtanz, Yoga, Qigong. Aber auch mit Tees können Sie die Blutung fördern.

Pflanzliche Tees

Ein warmer Tee tut immer gut.

Zu den durchblutungsfördernden Pflanzen gehören:
Der Beifuß, der Rosmarin und der Wacholder diese sollte in der Schwangerschaft nicht verzehrt werden.
Etwas milder, aber auch durchblutungsanregend sind:
Der Basilikum, der Liebstöckel, das Gänseblümchen, Pfeffer und Ingwer.

Schmerzhaft Regelblutung – Dysmenorrhoe:

Normalerweise baut sich die Gebärmutterschleimhaut unter dem Einfluss des Hormons Progesteron langsam auf, um für die Einnistung einer befruchteten Eizelle gewappnet zu sein. Wenn sich keine befruchtete Eizelle einnistet, wird die Schleimhaut wieder abgestoßen. Die monatliche Regelblutung setzt ein, die Gebärmutter unterstützt dabei die Abstoßung durch Kontraktionen, zieht sich nun die Gebärmutter übermäßig stark zusammen, kann die Durchblutung darunter leiden und führt somit zu einer Minderdurchblutung des Gewebes und zum Schmerz. Es können dadurch Schmerzen im Rücken, Unterbauch und im Magen-Darm-Trakt entstehen.

Naturheilkundliche Frauenmittel:

Die „heiße Sieben“ ist ein sehr gutes Mittel, um die Schmerzen aufzulösen, hierzu werden 10 Tabletten von Magnesium Phosphoricum D6 in heißem Wasser aufgelöst und schluckweise zu sich genommen, wichtig ist den Schluck eine Weile im Mund zu lassen.

Auch klassische Entspannungsmethoden wie: Autogenes Training, Muskelrelaxation nach Jacobson, Qigong und Yoga können helfen die angespannte Muskulatur zu lockern und somit die Dysmenorrhoe zu mildern.

In der TCM:

Hier wird die Dysmenorrhoe als eine Leber-Qi-Stagnation gesehen. Deshalb kommt auch hier vor allem die Akupunktur und die Akupressur zur Anwendung, vor allem der Punkt Leber 3 ist hier sehr hilfreich.
Bei der chinesischen Phytotherapie wird Chai Hu Tang als Dekokt angewandt.

Zu starke Blutung – Hypermenorrhoe:

Hier ist wichtig medizinisch abzuklären, dass keine Myome oder Zysten die übermäßige Blutung auslösen und seit wann diese verstärkten Blutungen entstanden sind. Oft berichten Frauen, dass sie nach starken Belastungen, beruflicher und privater Natur vermehrt starke Menstruationsblutungen entwickelt haben.

Naturheilkundliche Frauenmittel:

Blutungsstillende Heilpflanzen: Hirtentäschl und Blutwurz als Tropfen, am besten 10-20 Tropfen am Tag als Tinktur einnehmen.

Teemischungen aus blutungsstillenden und blutbildenden Kräutern wie: Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Frauenmantel und Engelwurz.

In der TCM:

Wird die Hypermenorrhoe entweder als Fülle- oder Leere-Muster gesehen und bedarf einer individuellen Diagnose. Da durch die verstärkten Blutungen auf Dauer zu viel Blut verbraucht wird, entsteht darüber hinaus über längere Zeit ein Blutmangel. Hier wird mit Akupunktur und Kräutern behandelt, um den Blutmangel wieder aufzufüllen und die Fülle oder Leere zu beseitigen.

Wechseljahresbeschwerden – Klimakterium: 

Diese kommen nicht durch einen Hormonmangel, sondern durch Hormonschwankungen zustande und können mit Hitzewallungen, Unruhe, Schlafstörungen und vielen weiteren Symptomen den Alltag zur Hölle machen.

Diese Beschwerden kann man aus naturheilkundlicher Sicht sehr gut mit alternativen Methoden behandeln. Wichtig ist jedoch diese nicht als Dauermedikation einzunehmen und je nach Heilpflanze auch eine Behandlungspause zu beachten, damit der Körper seine Fähigkeit zur Selbstregulation unter Beweis stellen kann. Phytohormon-Pflanzen sollten maximal ein halbes Jahr eingenommen werden und Progesteron Pflanzen werden nur in der zweiten Zyklushälfte eingenommen.

Naturheilkundliche Frauenmittel:

Östrogen Pflanzen: Salbei, Hopfenzapfen, Traubensilberkerze, Roter Wiesenklee und Kerne des Granatapfels.

Progesteron Pflanzen: Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schafgarbe und Yamswurzel.

Phytoöstrogene in der Nahrung: Sojabohnen und Leinsamen, dessen Lignane wirken östrogenähnlich, dessen Schleimstoffe schützen und umhüllen die empfindlichen Schleimhäute und regulieren die Verdauung.

Wichtig ist auch die spezielle Organwirkung der Pflanzen zu beachten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen nicht außer Acht zu lassen.

Sehr gut helfen auch kalte Arm- und Beingüsse und regelmäßig sportliche Betätigung um den Organismus zu regulieren.

In der TCM:

Wird das Klimakterium sowohl mit einem versiegen des Leberblutes, als auch mit einer natürlichen Leere des ChongMai Meridians gesehen. Aufgrund dessen kommt es dann zur Unterversorgung des Herzblutes und durch die Hitzewallungen zum Versiegen des Nieren-Yins.

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Behandlung von Menopause – ein Buch für Therapeuten mit Fällen aus der Menopausen-Behandlung

Hier finden Sie ein sehr interessantes Buch von Barbara Kirschbaum über das Klimakterium in der TCM: >>Behandlung von Menopause und klimakterischen Beschwerden

Schlafstörungen infolge hormoneller Schwankungen:

Ist oft ein Symptom im Klimakterium und lässt die betroffenen Frauen nachts nicht zur Ruhe kommen. Wichtig ist hier vokalem die sogenannte Schlafhygiene, diese ist sehr wichtig, damit dem Körper ein Rhythmus vorgegeben wird.

Eine Stunde vor dem zu Bett gehen kein Fernsehen oder Computer verwenden, lieber ein Buch lesen oder einen Abendspaziergang machen. Essen Sie nicht zu spät und vermeiden Sie Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee. Auch fetthaltige Speisen und Fleisch sollten abends gemieden werden. Auch regelmäßiger Sport hilft das Nervensystem zu entspannen und somit den Schlaf erholsamer werden zu lassen.

Naturheilkundliche Frauenmittel:

Passiflora com., Globuli velati, dreimal täglich 5-10 Globuli unter der Zunge zergehen lassen.

Trinken sie vor dem Schlafen gehen einen beruhigen Tee aus Baldrian, Hopfenzapfen, Melisse, Lavendel, Passionsblume und Orangenblüte.

In der TCM:

Hier wird vor allem dem Herzen eine große Bedeutung zuteil und mittels Akupunktur, aber auch Akupressur von Herz 7 und PC 6 behandelt. Auch die chinesische Phytotherapie kann hier mit Semen Ziziphi Dekokt helfen.

Ein sehr gutes Buch mit den 9 grossen Frauenmittel der Homöopathie ist Frauenmittel der Homöopathie.

 

Silvia Janka

Heilpraktikerin, Praxis für traditionelle chinesische Medizin seit 2008 in München. Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin am SDI von 1997-1999. Ausbildung in Akupunktur und Phytotherapie am ZFN bei Xi Ru Ritzer, sowie Studienreisen nach Chengdu 2008/2009. Praktikum bei Tancheng Wong (TCM Therapeutin/ 2008/2009).