Sicherheit von Chinesischen Kräutern

Sicherheit von Chinesischen Kräutern

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Sicherheit von chinesischen Kräutern in der Schwangerschaft

Bereits vor 1800 Jahren wurde im Jin Gui Yao Jue über die Sicherheit von chinesischen Kräutern diskutiert, welche in der Schwangerschaft verordnet werden können. Im Westen sind chinesische Kräuter noch wenig bei schwangeren Frauen im Einsatz. In China hingegen werden Kräuter völlig selbstverständlich bei vielen Erkrankungen in der Schwangerschaft eingesetzt. Gerade bei drohenden Fehlgeburten, können chinesische Kräuter sehr wirksam und relativ nebenwirkungsarm helfen. Allerdings sollte die Dosis und Dauer der Einnahme genau begrenzt werden. Es gibt chinesische Kräuter, die während der Schwangerschaft den Fötus beruhigen und stabilisierend wirken können.

Gerade wenn eine Milz- und Nieren-Qi-Leere besteht können folgende chinesischen Kräuter sicher angewandt werden:

  • Atractylodis macrocephalae rhizoma / bai zhu
  • Scutellariae baicalensis radix / huang qin
  • Cuscutae sinensis semen / tu si zi
  • Eucommiae cortex / du zhong

Auch die Rezeptur Shou tai wan wirkt sehr stabilisierend:

  • Cuscutae semen / tu si zi
  • Taxilli herba / sang ji sheng
  • Dipsaci herba / xu duan
  • Colla Corii Asini / e jiao

Generell gilt, dass ab Beginn der Schwangerschaft keine blutbewegenden Kräuter eingesetzt werden sollten, auch abführende und absenkende Kräuter sind in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Folgende Kräuter, die häufig Anwendung finden, sollten deshalb während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden:

  • Angelica sinensis / dang gui
  • Clematidis armandii Caulis / chuan mu tong
  • Cyathulae Radix / chuan niu xi
  • Aconiti Radix / chuan wu
  • Rhei Radix et Rhizoma / da huang
  • Curcumae Rhizoma / e zhu
  • Aconiti Radix lateralis praeparata / fu zi
  • Carthami Flos / hong hua
  • Phellodendri Cortex / huang bo
  • Coptitis Rhizoma / huang lian
  • Tribuli Fructus / ji li
  • Myrrhae Resina / mo yao
  • Achyranthis bidentatae Radix / niu xi
  • Cinnamomi Cortex / rou gui
  • Olibanum / ru xiang
  • Belamcandae Rhizoma / she gan
  • Persicae semen / tao ren
  • Trichosanthis Radix / tian hua fen
  • Evodiae Fructus / wu zhu you
  • Coicis Semen / yi yi ren
  • Curcumae Radix / yu jinZiziphi semen / suan zao ren

Nahrungsmittel, welche eine blutbewegende Eigenschaft haben, oder sehr ableitend wirken sollten generell gemieden werden. Hierzu zählen:

  • Curcuma – blutbewegend
  • Safran – blutbewegend
  • Zimt – blutbewegend
  • Rhabarber – absenkend
  • Graupen – absenkend

Um die Sicherheit von chinesischen Kräutern zu gewährleisten,  sollten diese immer von einem erfahrenen TCM-Therapeuten oder Arzt verordnet werden. Trotz der geringen Nebenwirkungen sollten diese sorgfältig in der Dosierung und Dauer angewandt werden!

Hier gibt es ein sehr interessantes Video von Simon Becker, dies zeigt Studien welche Einzelkräuter als kontraindiziert gelten und welche Kräuter als relativ sicher einzustufen sind :>>>
Sicherheit in der chinesischen Arzneimittelsicherheit

Silvia Janka

Heilpraktikerin, Praxis für traditionelle chinesische Medizin seit 2008 in München. Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin am SDI von 1997-1999. Ausbildung in Akupunktur und Phytotherapie am ZFN bei Xi Ru Ritzer, sowie Studienreisen nach Chengdu 2008/2009. Praktikum bei Tancheng Wong (TCM Therapeutin/ 2008/2009).