{"id":10438,"date":"2016-09-27T15:55:40","date_gmt":"2016-09-27T13:55:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/?p=10438"},"modified":"2025-09-24T16:01:51","modified_gmt":"2025-09-24T14:01:51","slug":"akupunktur-nach-vollnarkose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/tcm-akupunktur\/akupunktur-nach-vollnarkose\/","title":{"rendered":"Akupunktur nach Vollnarkose"},"content":{"rendered":"<h2>Im Anschluss an eine Operation mit Vollnarkose ist das Ordnungsgef\u00fcge des K\u00f6rpers abhanden gekommen<\/h2>\n<h3>Fallbeschreibung von Birgit Baur-M\u00fcller<\/h3>\n<p>Immer wieder berichten PatientInnen nach Vollnarkosen davon, eine Weile nach dem Eingriff an psychovegetativen Beschwerden zu leiden. Zum Teil gibt es richtig depressive Phasen.<\/p>\n<h3>Der Fall Vollnarkose<\/h3>\n<figure id=\"attachment_10441\" aria-describedby=\"caption-attachment-10441\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10441\" src=\"https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Operation.jpg\" alt=\"operation\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Operation.jpg 400w, https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Operation-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Operation-331x219.jpg 331w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10441\" class=\"wp-caption-text\">Eine OP kann auch im Nachhinein Folgen auf den Organismus haben.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im folgenden Fall kam es im Anschluss an eine laparoskopisch assisierte supravaginale Hysterektomie (mit Verbleiben der Zervix) mit vorderer und hinterer Plastik (bei Cysto-Rektocele) zu massiven Beschwerden im Bauchbereich. Nach Entlassung aus der station\u00e4ren Behandlung hat es mittig unter dem Rippenbogen massiv zum Stechen angefangen. Daraufhin wurde sie vom Hausarzt an die Notaufnahme verwiesen wurde. Die Differentialdiagnosen lauteten Gastritis oder Verwachsungen, eine weitere Laparotomie wurde sogar zwecks Adh\u00e4siolyse diskutiert. Die Beschwerden waren nicht konstant vorhanden (mal 2 Tage gar keine und dann wieder sehr schlimm). Die Patientin beschrieb ein \u201eGef\u00fchl, ich habe einen Kn\u00f6del im Bauch und der ist aus Glasscherben, der bewegt sich und sticht ein\u201c. Auch beim Stuhlgang bestanden weiterhin Beschwerden. Die Patientin ist bereits seit 2 Jahren in der Praxis bekannt. Sie leidet immer wieder unter vegetativen Beschwerden.<\/p>\n<h3>Therapie und Verlauf:<\/h3>\n<p>Ich behandle die Patientin mit Akupunktur. Hier arbeite ich mit einem Punkte-Konzept, welches eine allgemeine Tiefenentspannung erm\u00f6glicht und dabei hilft, die Wahrnehmung auf den K\u00f6rper zu konzentrieren. Mir geht es darum, dass sich der K\u00f6rper aus dieser Bewusstseinslage heraus selbst\u00e4ndig den Bereichen widmet, wo \u201eUnordnung\u201c herrscht und die Hom\u00f6ostase wiederhergestellt werden muss. Dabei wird jeweils 1 Punkt auf einem Meridian gestochen. Dies geschieht diagonal auf der anderen Seite jeweils das entsprechende Meridianpaar, sowie der Yang-, bzw. Yin-Partner z.B. Lu7 rechts, Mi6 links, Ma36 rechts und Di4 links, Pe6 links, Le3 rechts, 3E5 rechts und Gb34 links, Hz7 links, Ni3 rechts, D\u00fc3 rechts, Ausnahme Ni6 links, au\u00dferdem Du20, Yin Tang, TaiYang, Mi3 und 4, sowie Ni1 mit einem Heilstein (siehe Heilsteinakupunktur in \u201eQi-Zeitschrift f\u00fcr Chinesische Medizin 1\/15). Erg\u00e4nzt werden die Punkte durch weitere Punkte am R\u00fccken und Bauch, bzw. Extremit\u00e4ten je nach Diagnose.<\/p>\n<h3>Die Chinesische Diagnose in diesem Fall w\u00fcrde lauten:<\/h3>\n<p>Qi-und Blutstase im Ober-und Unterbauch (als Folge der Laparoskopie auch Eindringen von K\u00e4lte).<\/p>\n<p>Ich befrage die PatientInnen nach der Behandlung immer genau, was sie gesp\u00fcrt haben. Auch bin ich w\u00e4hrend der Behandlung in der Regel anwesend, um auf Ver\u00e4nderungen akut reagieren zu k\u00f6nnen. Die Patientin beschreibt folgende Empfindung: \u201eAm Anfang hat es sich angef\u00fchlt, als w\u00fcrde ich nach rechts kippen. Dann habe ich eine Linie gesp\u00fcrt vom K\u00f6rper zum Hals hoch. Wie eine warme S\u00e4ule. \u00a0Es hat einen \u201eKn\u00f6del\u201c den Hals hinauf gedr\u00fcckt. Dann im Oberbauch ein ganz helles Licht wie von innen heraus leuchtend gesp\u00fcrt und gesehen (war angenehm) &#8211; als ob sich am Darm Luft durch bewegt.<\/p>\n<p>Als sie zur zweiten Behandlung eine Woche sp\u00e4ter kommt, berichtet sie, am Tag der Behandlung keinerlei Beschwerden gehabt zu haben. Danach wurden die Beschwerden leichter und seit 3 Tagen hat sie keine Bauchschmerzen mehr. Allerdings besteht jetzt seit einigen Tagen extremer Schwindel.<\/p>\n<p>Zum obigen Konzept f\u00fcge ich Gb20 und Gb39 hinzu.<\/p>\n<h3>Sie beschreibt folgende Wirkung der Akupunktur:<\/h3>\n<p>Zuerst habe sie gar nichts gesp\u00fcrt. \u00a0Dann wurde der Kopf f\u00fcr einen Moment ganz hell und leicht. Danach stellte sich \u201eHerzschmerz\u201c ein und die Arme f\u00fchlten sich an, als w\u00fcrden sie waagrecht vom K\u00f6rper abstehen. Es war ein Gef\u00fchl, als wenn man die Hand nicht mehr bewegen kann.<\/p>\n<p>Diese Behandlung liegt 2 Monate zur\u00fcck, seitdem hat sich die Patientin mit keinen Beschwerden gemeldet.<\/p>\n<h3>Fazit:<\/h3>\n<p>Oft ist der Organismus nach ausgedehnten Eingriffen unter Vollnarkose geh\u00f6rig durcheinander. Besonders sensible Menschen empfinden dieses Chaos oft intensiv und als sehr unangenehm. Im physischen Bereich kommt es zu Anpassungsst\u00f6rungen der vegetativ gesteuerten Organe. Im psychischen Bereich kann es sogar zu massiv depressiven Phasen kommen. Die Akupunktur ist eine einfache, nebenwirkungsfreie Methode, um dem Organismus wieder in die Spur zu helfen. So kann sich das Shen wieder im leiblichen Gef\u00fcge verankern und quasi auch wieder das Kommando \u00fcbernehmen. Dies verl\u00e4uft eben im postoperativen Geschehen nicht immer reibungslos.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-10052 alignleft\" src=\"https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/9783662487617_g.jpg\" alt=\"9783662487617_g\" width=\"117\" height=\"167\" \/>Die Autorin ist Verfasserin zahlreicher Beitr\u00e4ge und auch Buchautorin. Hier gelangen Sie zu Ihrem Buch<br \/>\n&gt;&gt; Baur-M\u00fcller \u00fcber Westliche\u00a0Heilpflanzen<\/p>\n<p>[divider][\/divider]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Anschluss an eine Operation mit Vollnarkose ist das Ordnungsgef\u00fcge des K\u00f6rpers abhanden gekommen Fallbeschreibung von Birgit Baur-M\u00fcller Immer wieder berichten PatientInnen nach Vollnarkosen davon, eine Weile nach dem Eingriff an psychovegetativen Beschwerden zu leiden. Zum Teil gibt es richtig depressive Phasen. 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