{"id":13849,"date":"2019-06-18T10:29:25","date_gmt":"2019-06-18T08:29:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/?p=13849"},"modified":"2025-08-22T16:54:07","modified_gmt":"2025-08-22T14:54:07","slug":"genussmittel-und-drogen-aus-sicht-der-tcm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/tcm-akupunktur\/genussmittel-und-drogen-aus-sicht-der-tcm\/","title":{"rendered":"Genussmittel und Drogen aus Sicht der TCM"},"content":{"rendered":"<h3>Schwarzer Tee:<\/h3>\n<p>Dieser besitzt einen bitteren Geschmack, ist thermisch k\u00fchlend und verursacht einen Nieren-Yang- und Leber Blut-Mangel<\/p>\n<h3>Gr\u00fcner Tee:<\/h3>\n<p>Dieser besitzt ebenfalls einen bitteren Geschmack und ist thermisch k\u00fchler als der schwarze Tee. Er f\u00fchrt, im \u00dcberma\u00df genossen, zu einem Nieren-Yang-Mangel. Gr\u00fcner Tee kann eingesetzt werden, um Herz- und Magen-Feuer zu beruhigen.<\/p>\n<h3>Kaffee:<\/h3>\n<p>Kaffee hat die F\u00e4higkeit, die Essenz (Jing) des K\u00f6rpers in Qi umzuwandeln. Deswegen bekommen Menschen, die Kaffee trinken, kurzfristig das Gef\u00fchl, fit zu sein. Doch l\u00e4ngerfristig f\u00fchrt Kaffee zu der gegenteiligen Wirkung: Kaffee ersch\u00f6pft die Essenz (Jing). Sensible Menschen beschreiben, dass ihnen nach einer Kaffeeeinnahme kurzfristig w\u00e4rmer, l\u00e4ngerfristig aber k\u00e4lter wird. (Es wird ihnen kurzfristig warm, weil Kaffee die Essenz (Jing) freisetzt und das Yang-Qi in Bewegung kommt). L\u00e4ngerfristig f\u00fchrt Kaffee jedoch zu einem Yang-Mangel mit entsprechenden K\u00e4ltesymptomen. Deswegen gilt, dass Kaffee f\u00fcr Menschen mit Feuchter-Hitze, speziell am Vormittag eingenommen, ohne schlechtes Gewissen konsumiert werden kann. Menschen mit einem Blut- und Yang-Mangel sollten Kaffee jedoch nur in Ma\u00dfen trinken. Wenn das Yin der Menschen bereits schwach ist, kann \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Kaffeegenuss zu Unruhezust\u00e4nden, Palpitationen (Herzklopfen) und Schlaflosigkeit f\u00fchren.<\/p>\n<h3>Alkohol:<\/h3>\n<p>Alkohol weist generell eine w\u00e4rmende Wirkung auf. Kurzfristig kann Alkohol eingesetzt werden, um Qi-Stagnationen aufzul\u00f6sen. L\u00e4ngerfristig f\u00fchren die meisten alkoholischen Getr\u00e4nke zu Feuchter-Hitze im Bereich der Leber. Vereinfacht gilt folgende Regel: Je h\u00f6her der Alkoholgehalt der Getr\u00e4nke ist, desto thermisch w\u00e4rmender sind diese. Bier ist ein generelles Yin-Tonikum. Es n\u00e4hrt das Nieren-Yin und Herz-Blut und wirkt damit beruhigend. Rotwein verst\u00e4rkt toxische Hitze im Blut und f\u00fchrt zu Herz-Feuer. S\u00fc\u00dfer Alkohol, wie verschiedene Lik\u00f6re, verursacht Feuchte-Hitze. Hochprozentige Schn\u00e4pse f\u00fchren, wenn sie \u00fcberm\u00e4\u00dfig h\u00e4ufig konsumiert werden, neben einer toxischen Hitze zu einem Yin-Mangel. Dieser betrifft Nieren-, Magen- und Lungen-Bereich.<\/p>\n<h4>Dr. Jin Zi-Jio, ein Arzt aus der Qing-Dynastie, hat \u00fcber Alkohol folgendes geschrieben:<\/h4>\n<p>\u201eAlkohol weist einen gewaltt\u00e4tigen Charakter auf. Er beeintr\u00e4chtigt die Qualit\u00e4t des \u201eShen\u201c und verletzt das Blut. Seine Qualit\u00e4t ist hei\u00df. Haupts\u00e4chlich l\u00f6st Alkohol Stagnationen und konsumiert K\u00f6rpersubstanz. Zu Beginn dringt Alkohol in den Bereich der Leber und Gallenblase ein. Mit der Zeit verliert das Qi seinen nach unten zu gerichtete Flussrichtung und das Leber-Yin wird verletzt. Der Charakter des Alkohols ist sowohl feucht als auch hei\u00df. Die Feuchtigkeit sch\u00e4digt die Milz und verst\u00e4rkt rheumatische Beschwerden.\u201c<\/p>\n<h3>Zigaretten:<\/h3>\n<p>Zigaretten haben eine trocknende Wirkung und f\u00fchren, wenn sie \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum konsumiert werden, zu einem Lungen-Yin-Mangel.<\/p>\n<h4>Genauer betrachtet geschieht Folgendes:<\/h4>\n<p>Durch die Inhalation des Zigarettenrauches kann Hitze tief in den K\u00f6rper eindringen. Eine bereits vorhandene Feuchtigkeit wird dadurch (scheinbar) aufgel\u00f6st. In Wirklichkeit wird die bestehende Feuchtigkeit jedoch relativ rasch in z\u00e4hen Schleim (Tan) umgewandelt. Deswegen entwickeln Raucher nach l\u00e4ngerer Zeit sowohl einen Yin-Mangel als auch eine Schleim-Problematik. Dass das Zigarettenrauchen eine austrocknende Wirkung hat, zeigt sich immer dann, wenn Menschen mit dem Rauchen aufh\u00f6ren: Viele nehmen dann einige Kilogramm an K\u00f6rpergewicht zu. Diese Gewichtszunahme erfolgt nicht nur deswegen, weil die Sucht durch eine zus\u00e4tzliche Nahrungsaufnahme kompensiert wird, sondern auch, weil die Feuchtigkeit nun nicht mehr durch die trocknende Wirkung der Zigaretten umgewandelt wird. Weiters kann festgestellt werden, dass durch das Rauchen das \u201eYi\u201c \u201egest\u00e4rkt\u201c wird.<\/p>\n<h4>Drogen:<\/h4>\n<p>Menschen greifen zu den verschiedenen Arten von psychotropen Substanzen bzw. Drogen, weil deren Wirkung scheinbar angenehm f\u00fcr sie ist. Doch die negativen Langzeitauswirkungen des Drogenkonsums \u00fcberwiegen bei weitem gegen\u00fcber den angenehmen Effekten, die kurze Zeit bestehen. Die Auswirkungen der verschiedenen Drogen sind f\u00fcr jeden Menschen unterschiedlich, je nachdem, welcher Inhalt in seinem individuellen \u201eHun\u201c gespeichert ist. Durch Einnahme der verschiedensten Drogen wird \u201eYi\u201c ausgeschaltet. Dies hat zur Folge, dass der Inhalt des \u201eHun\u201c an die Oberfl\u00e4che des Bewusstseins kommen kann. Dies erkl\u00e4rt, warum manche Menschen nach einer Drogeneinnahme aggressiv, manche melancholisch und andere wiederum \u00e4ngstlich werden. Der Inhalt des \u201eHun\u201c bestimmt, was nach einem Drogenkonsum mit dem jeweiligen Menschen geschieht.<\/p>\n<h4>Cannabis:<\/h4>\n<p>Die Einnahme von Cannabis in Form von Haschisch oder Marihuana f\u00fchrt, wie die Einnahme anderer Drogen, zu einer Ausschaltung des \u201eYi\u201c. Zus\u00e4tzlich f\u00fchrt Haschischkonsum zu toxischer Hitze im Blut und l\u00e4ngerfristig zu der chinesischen Diagnose: \u201eSchleim verlegt die Herzkan\u00e4le\u201c. Die Klarheit des \u201eShen\u201c wird durch Haschischkonsum beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n<h4>Weitere Drogen:<\/h4>\n<p>Noch st\u00e4rkere Drogen (wie Kokain, Speed, LSD, Ecstasy und andere Designerdrogen) erzielen ihren psychotropen Effekt aus Sicht der chinesischen Medizin dadurch, dass sie eine stark nach oben und au\u00dfen gehende Wirkrichtung haben. Das Yang-Qi wird durch sie gepuscht. Als negative Begleiterscheinung wird das Yin verletzt und dadurch kann es durch zu hohe oder zu lange Einnahme zu den typischen Symptomen der Leere-Hitze aufgrund eines Yin-Mangels kommen. Weiteres f\u00fchren sie zu den Diagnosen: Herz-Feuer und \u201eSchleim verlegt die Herz-Kan\u00e4le\u201c.<\/p>\n<p>[divider][\/divider]<\/p>\n<p>Literaturempfehlung zum Thema Genussmittel und Drogen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-13831 alignleft\" src=\"https:\/\/www.naturmed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/9783901618307_g.jpg\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"209\" \/><\/p>\n<p>&gt;&gt; Hier gelangen Sie zum Buch von Dr. Florian Ploberger <a href=\"https:\/\/www.naturmed.de\/produkt\/psychologische-aspekte-in-der-chinesischen-medizin-ploberger-f\/\">Psychologische Aspekte in der Traditionellen Chinesischen Medizin (2006), Schiedlberg: Bacopa.<\/a><\/p>\n<p>[divider][\/divider]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwarzer Tee: Dieser besitzt einen bitteren Geschmack, ist thermisch k\u00fchlend und verursacht einen Nieren-Yang- und Leber Blut-Mangel Gr\u00fcner Tee: Dieser besitzt ebenfalls einen bitteren Geschmack und ist thermisch k\u00fchler als der schwarze Tee. 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