Hildegard Wittlinger

Günther und Prof Hildegard Wittlinger haben von Dr. Emil Vodder die manuelle Lymphdrainage gelernt und setzen sich dafür ein, dass die manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder in ihrer Originalität erhalten bleibt. Die Geschichte der Lymphödemklinik Wittlinger Therapiezentrum in Walchsee: 1966 zog das Ehepaar Günther und Hildegard Wittlinger mit den beiden Söhnen Dieter und Hans-Georg nach Walchsee im Kaiserwinkl und erwarb in das Alpenbad. Mit dem ersten Hallenbad im Bezirk Kufstein ausgestattet, war das Alpenbad bereits als kleiner Kurbetrieb dazu ausgerichtet, unterschiedliche Krankheiten zu behandeln. Das Ehepaar Wittlinger lernte Dr. Emil Vodder kennen, der ihnen die manuelle Lymphdrainage näher brachte. Er hat ihnen viel gezeigt, gelehrt und vorgelebt. Günther Wittlinger hat sich gemeinsam mit Vodder für die Entwicklung und Anerkennung der Methode eingesetzt. Unter der Mitwirkung von vor allem Frau Dr. Ingrid Kurz entstand zuerst ein Behandlungszentrum für Lymphdrainage und ab 1974 die private Krankenanstalt Wittlinger Therapiezentrum für Lymphödempatienten. Durchwegs positive Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Lymphologie erweiterten die Behandlungspalette im Wittlinger Therapiezentrum. Für die optimale Behandlung von Lymphödemen jeglicher Genese wurden zusätzlich Bandagierungen, Bewegungstherapie und hautpflegende Maßnahmen kombiniert. In der Schulmedizin ist diese Behandlung von Lymphödemen als Kombinierte Physikalische Entstauungstherapie bekannt. Der Familienbetrieb steht heute unter der Leitung von Familie Dieter Wittlinger. Gemeinsam mit seinem Team gelang es, im Jahr 1997 Verträge mit verschiedenen Krankenkassen auszuhandeln, damit die in Österreich betroffenen Lymphödempatienten im Rahmen eines stationären Intensivaufenthaltes optimal versorgt werden können. Die Dr. Vodder Akademie ist direkt an das Wittlinger Therapiezentrum angegliedert und dient als Aus- und Weiterbildungsstätte für Masseure, Physiotherapeuten und Ärzte.