Hypnose

Ratgeber für Selbstanwender zur Hypnose

Der Begriff Hypnose wurde von dem altgriechischen Wort für Schlaf abgeleitet, da man zunächst davon ausging, dass es sich hierbei um einen schlafähnlichen Zustand handelt. Genaugenommen wird die Bezeichnung zum einen für das Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance und zum anderen für den Zustand der hypnotischen Trance verwendet. Diese Form der Trance ist ein tief entspannter Wachzustand mit einer stark eingeschränkten und fokussierten Aufmerksamkeit. Hierbei gibt es den Hypnotiseur, also die hypnotisierende Person sowie die hypnotisierte Person. Das wird Fremd- oder Heterohypnose genannt, eine Auto- oder Selbsthypnose ist ebenso möglich. Franz Anton Mesmer war einer der Pioniere dieses Verfahrens, das danach von vielen weiterentwickelt wurde, z.B. von Milton H. Erickson. Die Wirksamkeit der daraus resultierenden Methoden ist zu einem großen Teil wissenschaftlich gut belegt.  Hypnose findet in der Hypnotherapie, auch Hypnosepsychotherapie genannt, Anwendung. Hier können schon wenige Sitzungen eine spürbare Veränderung bewirken; entsprechend vielseitig wird in der Therapie verwendet. Etwa bei Suchtkrankheiten wie der Nikotinabhängigkeit oder bei Ängsten wie der Prüfungsangst, Flugangst, auch bei Schlafstörungen und Neurodermitis wurde jeweils die Wirksamkeit der Hypnotherapie in Studien nachgewiesen. Außerdem wird Hypnose beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Sprechstörungen, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen eingesetzt. Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen in Verbindung mit einem verhaltenstherapeutischen Kurzprogramm konnte Reduzierung der Schmerzstärke nachgewiesen werden. In der Zahnmedizin wird die Hypnose bevorzugt zur Unterstützung der Anästhesie eingesetzt und sie kann die Überwindung einer Zahnbehandlungsphobie unterstützen. Die Anwendung der Hypnose in der Medizin und in der Psychotherapie ist gesetzlich geregelt. Sie gehört zu den von den deutschen Krankenkassen anerkannten Leistungen und wird komplementär eingesetzt. Die Selbsthypnose ist grundsätzlich nicht schwieriger. Eine bekannte Selbsthypnose-Methode ist das Autogene Training. Einige Techniken der Selbsthypnose ähneln denen der Meditation. Möglicherweise ist auch die Rubrik Entspannung interessant für Sie!