Osteopathie-Studium – Was Sie erwartet

Osteopathie-Studium – Was Sie erwartet

Erfahrungsbericht, was Sie in einem Osteopathie-Studium erwartet

Von Theresa Sandmaier, Osteopathie-Studentin bei der Osteopathie-Schule Deutschland (OSD), Teil 1

In eigener Sache: Die Osteopathie-Ausbildung ist kein einfaches Unterfangen. Ob Vollzeit-Ausbildung oder Teilzeit oder als Osteopathie-Studium –  die richtige Auswahl der Osteopathie-Schule erfordern einiges an Vorarbeiten und Recherchearbeit. Wir sind glücklich, eine junge Dame gefunden zu haben, die sich für eine Osteopathie-Ausbildung entschieden hat und in unserem Blog über ihre Beweggründe, die Osteopathie-Ausbildung und ihr Studium der Osteopathie schreiben möchte.

Wir wollen mit diesem und weiteren Beiträgen jungen Leuten Mut machen, sich für ein Osteopathie-Studium zu entscheiden und aufzeigen, was sie dort erwartet. Man muss als zukünftiger Osteopath viel lernen und großes Durchhaltevermögen haben um anschießend diesen wunderbaren Beruf ausüben zu können. Die Nachfrage nach osteopathischen Behandlern ist groß. Allein in München werden laut AOK noch 400 Osteopathen gebraucht.

Lesen Sie nun, einen Beitrag von Theresa Sandmaier, einer jungen Dame, die sich für ein Osteopathie-Studium entschied.

Mein Name ist Theresa Sandmaier. Ich studiere im 3. Jahr Osteopathie in Vollzeit. Das Studium absolviere ich an der Osteopathie Schule Deutschland (OSD) in Hamburg.

Schon als Kind faszinierte mich der menschliche Körper und das alles trotz seiner Einzigartigkeit so perfekt als Ganzes agiert. Der Wunsch Medizin zu studieren kam früh und als es schließlich so weit war, machte ich zuerst sogenannte Pflegepraktika; in einer kleinen Privatklinik und in einer Uniklinik in München. Während des Pflegepraktikums wurde mir allerdings bewusst, dass ich nicht ein Teil des gewaltigen Systems im Krankenhaus/Arztpraxis werden wollte. Wenig Zeit, viel Stress und ständig das Gefühl die Symptome mit Medikamenten zu bekämpfen aber die Ursache nicht greifen zu können. Ich unterhielt mich mit den Ärzten und den Assistenzärzten und kam letztendlich zu dem Schluss, dass ich zwar in die Medizin gehen wollte, allerdings einen anderen Weg als da Medizinstudium wählen würde.

Wie ich zur Osteopathie kam

Meine Mutter ist Osteopathin und dementsprechend ist mir das Berufsbild bekannt. Ich hatte schon seit meiner Kindheit das Glück von regelmäßigen osteopathischen Behandlungen zu profitieren und deren heilsame Wirkung kennen zu lernen.

Meine Hoffnung war, dass ich in der Osteopathie die Art zu Heilen fände, die ich während des Praktikums nicht mehr erkennen konnte – mit Wissen, Empathie und Zeit den Menschen als Ganzes zu betrachten und die primäre Ursache für das Leiden zu finden. Neben der Möglichkeit mit Zeit empathisch und ursächlich zu behandeln, um dem Patienten zur Selbstheilung zu verhelfen, begeistert mich auch die Vielzahl an Perspektiven, die Aussicht auf Selbstständigkeit und zeitliche Flexibilität.

Wie ich meine Osteopathie-Schule ausgewählt habe

Nachdem ich mir verschiedene Ausbildungsstätten in München und Hamburg angesehen hatte entschied ich mich für die Osteopathie Schule Deutschland (OSD). Auf mich machte die Schule einen gepflegten, strukturierten Eindruck. Die OSD genießt einen guten Ruf und die angestellten Dozenten kommen von unterschiedlichsten Schulen oder Universitäten. Diese Vielfalt an Persönlichkeiten ist meiner Meinung nach für das Finden des persönlichen Weges ein großer Gewinn.

Momentan bietet die OSD eine Vollzeitausbildung an. Zu dem Zeitpunkt, als ich anfing zu studieren, konnte man sich noch als Student einschreiben. Leider verzögert sich das Akkreditierungsverfahren, deshalb bietet die Schule wieder die Ausbildung an. Von den Lehrinhalten sind Ausbildung und Studium allerdings abgesehen vom Methodologie Unterricht und den Haus-, Bachelor-, und Masterarbeiten gleich.

Aufbau der Osteopathie-Ausbildung

Die Ausbildung kann man in Vollzeit innerhalb von 4 Jahren absolvieren. Ausbildungsinhalte sind unter anderem Anatomie, Ethik, Notfallmedizin, Philosophie der Osteopathie, parietale, kraniale, viszerale Osteopathie und viele weitere Fächer. In den ersten drei Jahren werden vor allem Theorie und Techniken vermittelt. Um alles direkt anzuwenden und so die Inhalte zu festigen, ist ab dem 2. Jahr vorgesehen, dass die Studenten ein Jahr in der Klinik hospitieren und dann selbst behandeln. Die Klinik befindet sich in den Räumlichkeiten der OSD und es behandeln ausschließlich Studenten unter Begleitung eines Tutors. Alle Behandlungsschritte werden mit dem Tutor besprochen, sodass man jederzeit Rücksprache halten kann.

Um als Osteopath praktizieren zu dürfen, muss man den Heilpraktiker absolviert haben. Die Prüfung ist nach dem dritten Ausbildungsjahr vorgesehen und man wird innerhalb des dritten Jahres darauf vorbereitet. Die Anmeldung zur Heilpraktikerprüfung erfolgt dann eigenverantwortlich. Im vierten Ausbildungsjahr werden hauptsächlich osteopathische Zusammenhänge gelehrt und das gesammelte Wissen vertieft. Am Ende des vierten Jahres muss noch eine Abschlussarbeit verfasst werden.

Ausblick

In den beiden Ausbildungsjahren, die ich bis jetzt vollendet habe, bin ich mit den verschiedensten, faszinierenden Fächern in Berührung gekommen und habe nicht nur über die Osteopathie viel gelernt, sondern auch über mich selbst. Ich freue mich auf die nächsten Jahre, bin gespannt was ich noch alles lernen werde und was sich sonst durch die Ausbildung noch entwickelt.

Hier gelangen Sie zu Teil 2 von Theresa Sandmaier über Bücher für die Osteopathieausbildung >> hier zum Artikel

Theresa Sandmaier

Theresa Sandmaier ist Vollzeitstudentin an der Osteopathie Schule Deutschland in Hamburg. Sie begann das Studium im Sommersemester 2014 und nahm das Studium nach eineinhalb Jahren Babypause im Sommersemester 2016 wieder auf. Voraussichtlich ist sie Mitte 2020 mit dem Master fertig.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.