Neuraltherapie – Störfelder behandeln

Neuraltherapie – Störfelder behandeln

- in Naturheilkunde
1445
Kommentare deaktiviert für Neuraltherapie – Störfelder behandeln

Was ist Neuraltherapie?

Die Neuraltherapie, wurde von den Brüdern Ferdinand und Walter Huneke entdeckt und als örtliches Betäubungsmittel, zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken eingesetzt. Es werden niedrigprozentige Procain- oder Lidocainlösungen eingesetzt, um unter der Oberhaut (intrakutan) Quaddeln zu erzeugen. Es wird entweder direkt in das Schmerzareal, in das Störfeld, oder in das mit dem erkrankten Organ korrespondierende Hautareal (Headsche Zone) injiziert. Neben den klassischen Mitteln, wie Lidocain und Procain, werden mittlerweile auch Kochsalzlösungen mit homöopathischen Mitteln gemischt und angewendet.
Die Injektion kann auch in bestimmte Akupunktur-Punkte appliziert werden, dadurch kann die Wirkung auf die mitbetroffenen innere Organe noch verstärkt werden. Es werden pro Behandlung ca. 5-10 ml des Mittels injiziert. Je nach Krankheitsgeschehen wird diese Menge auf mehrere Einstichstellen verteilt.

Wie oft muss eine Neuraltherapie angewandt werden?

Oft reicht schon eine einmalige Behandlung aus, bei chronischen Beschwerden sind 5-10 Behandlungen sinnvoll.

Wir wirkt die Neuraltherapie?

Die schmerzlindernde Wirkung der Neuraltherapie wirkt nicht über den Blutweg, sondern über das vegetative Nervensystem. Dies erklärt auch die schnelle Wirkung nach der Injektion, oft ist der Schmerz schon nach Sekunden besser. Man geht davon aus, dass Störfelder die Nervenbahnen reizen, so dass auch entfernte Körperregionen chronische Beschwerden auslösen können. Jede krankhaft veränderte Stelle im Körper und jedes kranke Organ kann so ein Störfeld werden. Durch die ständige Reizung wird dem Körper ein Dauerstress suggeriert, dies stört die eigene Regulation und führt somit zu einer Starre. Die Neuraltherapie kann die Starre durch die Injektion eines örtlichen Betäubungsmittels durchbrechen, und der Körper kann sich dadurch selbst wieder regulieren.

Bei welchen Beschwerden kann die Neuraltherapie helfen?

  • Arthrose
  • Tennisellenbogen
  • Krampfaderleiden
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Kopfschmerzen
  • Lumbago oder Blockaden des ISG
  • Migräne
  • Schwindel auch bei Morbus Menière
  • Tinnitus
  • Morbus Scheuermann
  • Neuralgien
  • Reizdarm
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Erkrankungen der Sehnen und Muskeln
  • Nach Unfälle mit Traumen von Knochen-, Muskeln- oder Bändern
  • Verspannungen

Gibt es Gegenanzeigen bei der Neuraltherapie?

  • Bei schweren immunologischen Erkrankungen
  • Akuten Entzündungen des betroffenen Hautareals
  • Bei Blutgerinnungsstörungen
  • Bei Allergien gegen den zu applizierenden Wirkstoff
  • Bei Kollapsneigung und sehr niedrigen Blutdruck
  • Bei Fieber

Zu welchen Nebenwirkungen kann es nach einer Behandlung kommen?

  • Bei einer Allergie auf den injizierten Stoff, kann es zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock kommen
  • Kleine Hämatome im Bereich der Einstichstelle
  • Manchmal berichten Patienten von einer Art Muskelkater im Bereich der Injektion

 

 

Weitere Informationen über die Neuraltherapie finden Sie hier:

>>>Neuraltherapie, Fischer

 

 

S. Rudrich 03/15

Silvia Janka

Heilpraktikerin, Praxis für traditionelle chinesische Medizin seit 2008 in München. Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin am SDI von 1997-1999. Ausbildung in Akupunktur und Phytotherapie am ZFN bei Xi Ru Ritzer, sowie Studienreisen nach Chengdu 2008/2009. Praktikum bei Tancheng Wong (TCM Therapeutin/ 2008/2009).