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​Interview mit Autorin Christina Schmid zum Thema Gesichtsyoga:

Interview mit Christina Schmid, Buchautorin, unter anderem des Buches Chi statt Botox, Beauty-Coach, Face-Yoga-Expertin.

naturmed: Yoga fürs Gesicht? Wir gehen ins Fitnessstudio und trainieren alle Muskeln unseres Körpers – alle bis auf das Gesicht. Hier wird „nur“ eingecremt oder im schlimmsten Falle gespritzt – mit durchschnittlichem Erfolg. Muss das sein?

Fr. Schmid: Nein, das Eincremen ist einfach viel zu wenig. Die Muskeln im Gesicht sind – anders als im restlichen Körper – mit unserer Haut verbunden. Sie können sich vorstellen, was passiert, wenn Sie nach und nach schlaff werden. Sie ziehen die Haut nach unten, da hilft keine Wundercreme. Es ist wichtig, die Haut zu pflegen, aber an Falten und Hängebäckchen ist nicht nur die Haut „schuld“. Das ganze Gewebe braucht Pflege, vor allem die Muskeln und Faszien.

Es gibt zahlreiche Problemzonen im Gesicht: faltige Stirn, schlaffe Wangen, Falten um die Augen und Oberlippe, Tränensäcke, hängende Mundwinkel. Was bringen die Übung des Gesichtsyoga? Ist diese Art der Gesichtsgymnastik so effektiv und kann man auch einzelne Bereiche im Gesicht gezielt trainieren?

Gesichtsyoga ist sehr effektiv. Mit Gesichtsyoga strafft man die Muskeln, so sorgt man schon mal dafür, dass sich nicht die ganze „Masse“ im Gesicht nach unten schiebt und auf die Augen drückt oder sich um den Mund herum sammelt – so entstehen nämlich Nasolabial- und Marionettenfalten und Hängebäckchen, die uns unnötig alt aussehen lassen. Aber darüber hinaus sorgen die Übungen dafür, dass die Muskeln in bestimmten Bereichen mehr Volumen bekommen. Das ist wichtig. Durch den Alterungsprozess geht uns nämlich viel an Volumen verloren. Dadurch sinkt das Gesicht ein – wie ein Luftballon, dem man etwas Luft rausgelassen hat. Das Volumen der Muskeln kann dieses verloren gegangene Volumen ersetzen, so kanns sich die Haut wieder schön spannen und so verschwindet dabei die eine oder andere Falte.

Natürlich kann man einzelne Bereiche des Gesichts trainieren, doch ich rate immer dazu, die erste Zeit das gesamte Gesicht zu trainieren. Erst wenn man hier eine allgemeine Straffung erreicht hat, dann erst zum Training einzelner Bereiche überzugehen. Im Gesicht hängt nämlich alles mit allem zusammen. Es macht zum Beispiel keinen Sinn, die Oberlider allein zu trainieren. Wenn der Stirnmuskel schlaff ist, drückt er die Augenbrauen nach unten und diese nehmen dem Oberlid Raum. Immer zuerst das ganze Gesicht zu straffen macht wirklich Sinn. Oft verschwinden die „Problembereiche“ im Zuge des allgemeinen Trainings auch von allein.

naturmed: Nach welcher Zeitspanne kann man mit sichtbaren Erfolgen rechnen und wieviele Minuten täglich muss ich dazu Gesichtsyoga durchführen, bis sich eine Kräftigung der Muskulatur bemerkbar macht?

Fr. Schmid: Wichtig ist regelmäßiges Training der Gesichtsmuskulatur. 5x in der Woche sollte es schon sein. Grundsätzlich kommen die meisten mit etwa 10 Minuten aus, manchmal braucht es 5 Minuten länger, um gute Erfolge zu erzielen. Diese zeigen sich bei den meisten nach ein bis zwei Wochen, bei anderen nach 3 Monaten. Dabei sollte man bedenken, dass sich unter meinen Kundinnen auch Damen um die 80 befinden, was ich sehr schön finde. Es kommt einfach auf mehrere Faktoren an – die Beschaffenheit des Gewebes, Lebensstil, Alter, wir sind zu individuell, um genaue allgemeine Aussagen machen zu können. Das Gesicht verändert sich aus dem Inneren heraus nach außen, das heißt, Veränderungen sind schnell da, es dauert nur unterschiedlich lang, bis sie auch im Außen sichtbar werden.

Ist Gesichtsyoga gefährlich? Verändert sich die Mimik meines Gesicht durch Gesichtsyoga?

Fr. Schmid: Gesichtsyoga ist eine sanftere Methode als Gesichtsgymnastik. Sie schont die Haut und beugt Verspannungen im Gesicht vor. Es ist also eine sichere Methode, das wurde auch durch eine Studie belegt. Und ja, die Mimik verändert sich zum Positiven. Sie hören auf, unbewusst die Augenbrauen zusammen- oder hochzuziehen, den Kiefer anzuspannen oder auf den Lippen herumzubeißen. Das Gesicht wird entspannter, wirkt energischer, hat mehr Ausstrahlung. Sie werden gut aussehen und nicht „gut gemacht“, wie man es von Botox & co. kennt. Gesichtsyoga macht keine befremdlichen Veränderungen, meist sieht man aus wie nach einem richtig erholsamen Urlaub, in dem die Zeit um ein paar Jahre zurückgedreht wurde. Die Umgebung bemerkt das auf jeden Fall! 😊

Nachfolgend finden Sie zwei Übungen zum Gesichtsyoga.


Bücher zum Thema Gesichtsyoga und Face Lifting von Christina Schmid

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Hier zwei Übungen aus dem Gesichtsyoga

1. Übung
Diese Übung festigt die Mundpartie und mildert Lippenfältchen. Gleichzeitig stärkt sie die Kieferpartie und sorgt so für schönere Gesichtskonturen.

• Schieben Sie Ihre Lippen über die Zähne und lächeln Sie.
• Legen Sie einen Stift der Länge nach zwischen die Lippen. Lächeln Sie dabei bitte weiter.
• Versuchen Sie nun, den Stift mit Ihren Händen herauszuschieben, während Ihre Lippen ihn festhalten.

 


2. Übung:

Diese Übung stärkt den Augenringmuskel und verringert so Augenfältchen. Tränensäcke werden gemildert und Oberlider gekräftigt.

• Legen Sie die Mittelfinger auf den inneren und die Zeigefinger auf die äußeren Augenwinkel. Halten Sie nicht nur die Augenwinkel fest, sondern legen Sie die Finger richtig auf die Wangen auf. Pressen Sie sie gegen den Knochen, den Sie unter Ihren Fingern spüren.
• Versuchen Sie nun, gegen den Widerstand der Finger nach blinzeln, Ihre Augen soweit es geht mit dem unteren Lid zu schließen. Stellen Sie sich vor, dass Sie vom Licht geblendet werden, und lassen Sie Ihren  Augenringmuskel arbeiten.

 

Mag. Christina Schmid, Jahrgang 1975, ist Face-Yoga-Expertin, Beauty-Coach, Kinesiologin und Publizistin. Seit über zehn Jahren beschäftigt sie sich mit Gesichtsyoga und chinesischen Methoden des Anti-Agings. Als Erste verband sie den wohltuenden Einfluss des aktiven Gesichtstrainings mit der Tiefenwirkung fernöstlicher Gesichtsmassagen. Sie ist Autorin der Bücher »Chi statt Botox« und »Du bist am schönsten, wenn du du bist«. Christina Schmid hält Kurse im In- und Ausland, ihr Blog (chi-stattbotox.com) und ihr YouTube-Kanal haben Zehntausende Abonnenten.

Autor

Mag. Christina Schmid, Jahrgang 1975, ist Face-Yoga-Expertin, Beauty-Coach, Kinesiologin und Publizistin. Seit über zehn Jahren beschäftigt sie sich mit Gesichtsyoga und chinesischen Methoden des Anti-Agings. Als Erste verband sie den wohltuenden Einfluss des aktiven Gesichtstrainings mit der Tiefenwirkung fernöstlicher Gesichtsmassagen. Sie ist Autorin der Bücher »Chi statt Botox« und »Du bist am schönsten, wenn du du bist«. Christina Schmid hält Kurse im In- und Ausland, ihr Blog (chi-stattbotox.com) und ihr YouTube-Kanal haben Zehntausende Abonnenten.

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