Gua Sha – eine Schabenmethode in der TCM

Gua Sha – eine Schabenmethode in der TCM

- in TCM / Akupunktur
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Was ist Gua Sha?

Gua Sha ist eine Schabemethode. Gua Sha bedeutet im Deutschen „gua“ für Schaben und „sha“ Rötungen und gehört zu den chinesischen Massage- und Ausleitungstechniken. Es fördert die Blutzirkulation und strafft die Haut.

Wie funktioniert eine Gua Sha-Behandlung?

Bevor der Therapeut mit der Anwendung beginnt, wird die Haut mit Öl einmassiert, um die Oberfläche der Blutgefäße zu öffnen. Durch diese Behandlung wird die Durchblutung des oberen Gewebes und der Muskeln gefördert. Bei der GuaSha-Behandlung wird anschließend mit der abgerundeten Kante eines Porzellanlöffels oder einer Münze sowie eines Jaderollers mehrfach hintereinander auf der Oberfläche der Haut hin und her geschabt, bis eine Hautrötung erfolgt. Diese leichten Blutungen signalisieren dem Körper, dass er sich auf die Heilung der geröteten Stelle fokussiert. Der Heilungsprozess wird beschleunigt.

Die Behandlung der Schabemassage dauert 20-30 Minuten. Dabei werden die Giftstoffe aus ihrem Körper ausgeleitet. Der Stau, bzw. Blockade von Meridianen in der jeweiligen Körperzone wird eine unterschiedliche Hautrötung sichtbar. Je nach Tiefe der Blockade wird die Haut dunkler und größer. Durch die Entschlackung und erhöhte Durchblutung erfährt der Patient bei der Gua Sha-Technik (auch Guasha geschrieben) eine entspannende Wirkung.

Bei welchen Beschwerden und Krankheiten hilft Gua Sha?

Die Gua Sha Methode ist sehr wirksam bei:

  • Muskelverspannungen
  • Nackenschmerzen
  • Im Beauty-Bereich, zur Hautstraffung, z.B. im Gesicht und am Hals
  • Atemwegserkrankungen
  • urologischen Beschwerden

Die Wirkung von Gua Sha ist seit vielen Jahrhunderten bekannt. Gua Sha wird sowohl als Hausmittel bei dem einfachen Volk als auch in Kliniken oder beim Therapeuten eingesetzt. Obwohl die Methode etwas grob ist, wirkt diese sehr entspannend und effektiv auf den Patienten. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, die Giftstoffe ausgeleitet und der Stoffwechsel angeregt.

Die Belastung der Dornfortsätze und knöchernen Strukturen von Schulter und Kopf muss entsprechend angepasst werden, ansonsten können grundsätzlich alle Bereiche des Rückens geschabt werden. Die entstandenen Blutergüsse (Rötungen) weisen deutlich auf den Verlauf des Stoffwechselprozess hin und verblassen in der Regel nach 2-3 Tagen.

Die aktuelle sehr beliebte Gesichtsmassage-Technik, mit dem Jaderoller aus Rosenquarz, dient zur Entspannung sowie gleichzeitig zum Reduzieren von Rötungen der Haut und Anregung der Durchblutung. Durch diese kosmetische Methode wird der Begriff „Gua Sha“ nicht nur in der chinesischen Medizin, sondern auch in der westlichen Welt, immer bekannter und beliebter.

Sehr ähnliche Effekte wie die chinesische Schaben Methode zeigt die klassische Schröpfkopfmassage. Allerdings ist die Behandlung der knöchernen Körperbereichen etwas schwieriger als bei der Schabetechnik. Allerdings gibt es folgende Kontraindikationen zu beachten!

Kontraindikationen bei GuaSha

Die Schabemethode sollten Sie vorsichtig anwenden bei folgenden Punkten:

  • Bei Einnahme von Marcumar und Heparin
  • bösartigen und akuten Erkrankungen
  • Bei einer Schwangerschaft oder einer ausgeprägten Bindegewebsschwäche, sollte keine Gua Sha Schabe Methode angewendet werden!

Auf unserer Homepage finden Sie viele interessante Bücher und DVDs zu Gua Sha

Hier ein Vortrag von Referentin: Edith Guba, Gua Sha Fa – Eine alte Methode neu entdeckt

Weitere Bücher und Videos zu den Themen  Gua Sha, Bindegewebemassage finden Sie hier……

A. Nielsen

Gua Sha

A traditional technique for modern practice

F. Thews

Schabemethode Gua Sha Fa

Traditionelle Chinesische Medizin

A. Nielsen

Gua sha DVD

A Step by step visual guide of Gua sha

V. Doran

Hair and Cellulite (Audio-CDs)

 

Stefan Müller-Gißler

Spezialist für Fachbücher aus Akupunktur, Traditioneller Chinesischer Medizin, Qigong, Naturheilverfahren, Homöopathie und Physiotherapie. Jährlich auf vielen, wichtigen Kongressen wie der TCM-Kongress in Rothenburg, dem ASA-Kongress und dem Tao-Kongress in Österreich vertreten. Seit Jahren Verlagsleiter eines Verlages für TCM, Akupunktur und Homöopathie.