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Was ist Akupressur

Egal ob es irgendwo schmerzt, juckt oder sich taub anfühlt, wir berühren, reiben oder drücken diese Stellen unseres Körpers ganz instinktiv. In der TCM wurde daraus eine Therapie: Die Akupressur verwendet – genau wie auch die Akupunktur – ein über Jahrtausende gewachsenes Erfahrungswissen um Punkte und Leitbahnen (sog. Meridiane) und ihre medizinische Wirkung.

Wie wirkt Akupressur?

Durch unseren Körper fließt nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Heilkunde das „Qi“. Qi ist dabei der chinesische Ausdruck für Funktion und Lebenskraft. Ist dieser Fluss des Qi im Körper blockiert, entstehen Beschwerden und Krankheiten. Durch die Massage von bestimmten Punkten. können diese Blockaden gelöst werden.

Im Gegensatz zur Akupunktur werden diese Punkte also nicht durch Nadeln, sondern durch Druck der Finger oder der Hand stimuliert. Dieses Drücken und Massieren der Akupressurpunkte setzt im Körper Impulse und Reize der Heilung. Das Qi fließt wieder und die natürlichen Funktionen unseres Körpers setzen wieder ein.

Akupressur ist nebenwirkungsarm und eignet sich hervorragend zur Selbstanwendung, sei es in der Unterstützung einer Therapie oder zur schnellen Selbsthilfe im akuten Fall.

Kann man Akupressur selbst durchführen?

Zahlreiche Ärzte und Therapeuten bestätigen: Sie können die Akupressur gefahrlos selbst durchführen. Sie müssen nur die jeweiligen Akupressurpunkte drücken und massieren. Sollten Sie den entsprechenden Punkt nicht genau treffen, so fühlen Sie das. Doch bei der Akupressur reicht es schon oft, wenn der entsprechende Reizpunkt durch den Druck der Massage bereits aktiviert wird. Somit lassen sich durch die Massage eine wohltuende Wirkung erzielen. Die Lebensenergie Qi kann wieder ohne Blockaden fließen. So können Sie durch die Akupressur-Selbstbehandlung körperliche Beschwerden selbst wegmassieren und Beschwerden lindern.

Wann sollte man Akupuressur nicht anwenden

Akupressur ist sehr nebenwirkungsarm. Dennoch gibt es einige Gegenanzeigen, also Situationen in denen Akupressur nicht oder nur in Rücksprache mit Ihrem ärztlichen oder heilpraktischen Therapeuten eingesetzt werden sollte:

  • Schwere psychologische oder psychiatrische Erkrankungen
  • Extreme körperliche oder psychische Schwäche und Erschöpfung.
  • In der Schwangerschaft, insbesondere in Fällen von Zervix-Insuffizienz und Placenta-Komplikationen.
    Schwere Erkrankung des Herz-/Kreislaufsystems.
  • Krankheitsbedingte Veränderungen im Bereich der entsprechenden Akupressurpunkte.

In seltenen Fällen kann eine Akupressur zu Hautreizungen, Blutergüssen oder lokalen Missempfindungen führen. Brechen Sie dann jedenfalls die Behandlung ab und holen sich therapeutischen Rat.

Welche Akupressurpunkte gibt es?

Es gibt insgesamt 361 Akupunkturpunkte. Diese liegen auf den entsprechenden Leitbahnen, auch Meridiane genannt. Fast alle auf der Haut liegenden Akupunkturpunkte kann man akupressieren.

Wie finde ich die richtigen Akupressurpunkte?

Um Ihnen das Auffinden der entsprechenden Akupressur zu erleichtern, haben wir bei den folgenden Beschwerden und Symptomen die jeweiligen Punkte und ihre Lage genau beschrieben und im Bild dargestellt.

Akupressurpunkte werden dann in der Regel durch senkrechten und moderaten Druck und unter leicht kreisender Bewegung des Fingers massiert. Die Druckintensität solle sich dabei nach dem persönlichen Empfinden richten und stets angenehm sein. Die Dauer und Häufigkeit der Akupressur richten sich nach der Lokalisation des Punktes und der Art der Beschwerden und werden dort angegeben.

Wir zeigen Ihnen auf den folgenden Seite für die einzelnen Beschwerden, wie man diese Punkte findet und sie richtig stimuliert.

Bei welchen Beschwerden kann man Akupressur einsetzen

Es gibt zahlreiche Beschwerden, bei denen die Akupressur-Anwendung helfen kann. Die folgenden Anleitungen sind nur ein kleiner Überblick für Krankheitsbilder und Symptome, bei denen Akupressur Schmerzen lindern oder  die Heilung positiv beeinflussen kann. Sie erhalten auf den folgenden Links umfassende Infos zu den Krankheitsbildern, die entsprechenden Akupressurpunkte und genaue Anleitungen, wie oft der/die Punkte gedrückt und massiert werden:

Klicken Sie einfach auf die Beschwerden und Sie werden zur nächsten Seite weitergeleitet, sofern wir bereits einen Artikel zu der Beschwerde veröffentlicht haben.

  • Angst
  • Allergisches Asthma
  • Blähungen
  • Bauchschmerz
  • Durchfall
  • Falten
  • Heuschnupfen
  • Akupressur bei Kopfschmerz
  • Nasenbluten
  • Reizdarm
  • Reizhusten
  • Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Schnupfen
  • Übelkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Verstopfung
  • Zahnschmerzen

Hinweis: Unsere auf diesen Seiten veröffentlichten Ratschläge wurden von erfahrenen, ausgebildeten TCM-Autoren und dem Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie für eine erfolgreiche Behandlung kann jedoch nicht übernommen werden. Unsere Ratschläge ersetzen keinesfalls eine Untersuchung und medizinische Diagnose durch eine/n ÄrztIn oder HeilpraktikerIn Ihres Vertrauens. Eine Haftung des Verfassers bzw. des Verlages für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ist stets ausgeschlossen.

Michael van Gorkom arbeitet als Heilpraktiker ausschliesslich mit Traditioneller Chinesischer Medizin und einem Schwerpunkt auf Akupunktur seit 25 Jahren in eigener Praxis im Herzen der Kurstadt Bad Reichenhall. Er unterrichtet ärztliche und naturheilkundliche Therapeutinnen und Therapeuten seit 2006 an mehreren Ausbildungsorten und Schulen in ganz Deutschland.

Autor

Michael van Gorkom arbeitet als Heilpraktiker ausschliesslich mit Traditioneller Chinesischer Medizin und einem Schwerpunkt auf Akupunktur seit 25 Jahren in eigener Praxis im Herzen der Kurstadt Bad Reichenhall. Er unterrichtet ärztliche und naturheilkundliche Therapeutinnen und Therapeuten seit 2006 an mehreren Ausbildungsorten und Schulen in ganz Deutschland.

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