Kampo

Bücher zur japanischen Kampo-Medizin

Bücher über japanische Heilkräutern

Japanischen Heilkräutern, wie von Otsuka über Kampo-Medizin, beschreiben die Wirkungsweise und Verwendung japanischer Kräuter in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Kampo-Medizin wird in Japan die Arzneipflanzentherapie genannt. Hier werden Arzneipflanzen nach überlieferten Rezepturen in Form von Dekokten oder Extraprodukten therapeutisch angewandt. Diese Medizin wurde vor über 1500 Jahren aus China übernommen und in Japan eigenständig weiter entwickelt. Die Japaner verfeinerten die pragmatischen Reduktion der Anwendungsrichtlinien und die Zahl der verwendeten Pflanzen. Heutzutage ist die Kampo-Medizin ein Bestandteil der modernen Medizin und darf nur von Ärzten verordnet werden. In der Kampomedizin wird Körper und Geist als Einheit betrachtet und als ganzheitliche Therapie gesehen. Hier ist vor allem die genaue Anamnese sehr wichtig. Die Untersuchung des Bauches steht hier im Mittelpunkt. Die Japaner bezeichnen den Bauch als hara, welcher als Zentrum des Lebens angesehen wird. Die Bauchdeckendiagnostik (fukushin) ist eine spezielle japanische Errungenschaft und das Kernstück der Diagnostik. Das Gesamtbild der anamnestisch erhobenen Symptome und klinischen Zeichen ergibt nun ein Beschwerdeprofil, welches in der Kampomedizin als shô bezeichnet wird. Für jedes shô kennt die Kampo-Medizin eine oder mehrere zugeordnete Rezepturen. Im Idealfall passt das Beschwerdeprofil shô zum Wirkprofil der Rezeptur wie ein Schlüssel zum Schloss. Traditionelle Konzepte der Ostasiatischen Medizin sind hier in den Hintergrund gerückt, ihre Kenntnis ist aber für das Verständnis der Konstitution des Patienten und der Differenzierung aktueller Krankheitsstadien hilfreich.

Verschiedene

Hauptindikationen sind:

  • vielfältige chronische und funktionelle Erkrankungen
  • Allergien
  • Autoimmunerkrankungen
  • der Einsatz in der Geriatrie

Die traditionelle pharmazeutische Zubereitung der Kampo-Mittel ist die Rohdrogenmischung aus den wirksamen Anteilen der jeweiligen Arzneipflanzen. Einige Substanzen entstammen dem Reich der Mineralien, wenige sind tierischer Herkunft. In der Regel werden die Pflanzenteile getrocknet und zerkleinert, häufig auch weiterer pharmazeutischer Aufbereitung unterzogen. Die überlieferten Kampo-Rezepturen, die aus mehreren Einzelsubstanzen als Dekokt oder Extrakt angewandt werden, wirken als therapeutische Einheit. Synergistische Interaktionen zwischen den Einzelkomponenten begünstigen die Gesamtwirkung des Gemisches und erhöhen die Bioverfügbarkeit der einzelnen Ingredienzien. Die Ursprünge der Kampo-Medizin gehen zurück auf den chinesischen Kulturexport, der das japanische Yamato-Reich im 5. Jh n. Chr. erreichte. Unter den chinesischen Einwanderern befanden sich Gelehrte, die nicht nur:

  • die chinesische Schrift
  • konfuzianische Weltanschauungen
  • die buddhistische Religion verbreiteten
  • sondern auch medizinische Kenntnisse.