Radix Aconiti praeparatae

FuziWirkung von Radix Aconiti praeparatae:

  • Stärkt und wärmt Milz- und Nieren-Yang und Qi, vertreibt Kälte im Innen, lindert damit Schmerzen
  • Stellt „kollabierendes Yang“ wieder her
  • Leitet Nässe und Kälte aus, wärmt die Leitbahnen, schmerzlindernd

Indikation von Radix Aconiti praeparatae:

  • Milz-Nieren-Yang-Qi-Mangel: Appetitverlust, rasche Erschöpfbarkeit, Abdominalbeschwerden, chronische Diarrhö, typisch: Durchfall direkt morgens vor oder nach dem Schleim, Gedunsenheit, Schwellneigung, spontaner Schweiß
  • Bei ausgeprägtem, allgemeinem Qi-Mangel mit zusätzlichem deutlichem Yang- Mangel: große Schwäche, flacher Atem, spontaner Schweiß, chronische Diarrhö, frostige Gliedmaßen, Kälteempfindlichke Auch bei „kollabierendem Yang“ mit obigen Symptomen nach heftigem Erbrechen, Diarrhöen, Schweißverlusten mit Kollapsneigung
  • Kälte-Wind: Auch bei Bi-Syndrom (Kälte-Bi) mit Gelenk- und Gliederschmerzen

Dosierung von Radix Aconiti praeparatae:

  • 0,5-4 g, gelegentlich bis 9 g

Kontraindikation:

  • In der Schwangerschaft, bei Yin-Mangel, bei „falscher Kälte“ und „echter Hitze“

Anmerkung:

  • Aconit ist sehr heiß und sollte daher nur bei echter Kälte im Innen und Yang- Mangel eingesetzt werden, das heißt nur bei einem blassen Zungenkörper.
  • Die unbehandelte, frische Aconitwurzel ist sehr giftig, daher wird immer die Radix Aconiti praeparatae Diese ist bereits durch Kochen mit Salz oder Ingwer detoxifiziert. Trotzdem sollte man vorsichtig und einschleichend dosieren und lange kochen.
  • Symptome einer Überdosierung sind: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Schwindel, Sehstörungen, Taubheitsgefühl im Mund und in den Extremitäten.
    Bei schwereren Intoxifikationen: verkürzte PQ-Zeit, Vorhofflimmern, Dys- pnoe, Tremor, Inkontinenz, abnehmende Vigilanz, Blutdruckabfall.
    Therapie: Atropin ist ein wirksames Mittel zur Behandlung der Symptome; Lidocain wird bei Rhythmusstörungen eingesetzt.