Hauterkrankungen, wie Neurodermitis aus Sicht der TCM

Hauterkrankungen, wie Neurodermitis aus Sicht der TCM

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ein Beitrag von Dr. F. Ploberger

Innere Ursachen für Hauterkrankungen:

Dazu zählen Emotionen wie Zorn, Freude, Sorge, Grübeln, Trauer, Angst und Schock. Diese Emotionen stellen in einem normalen Ausmaß eine Reaktion auf die jeweilige Umwelt des Individuums dar und sind physiologisch. Unter normalen Umständen führen Emotionen zu keiner Erkrankung. Erst wenn Emotionen im Übermaß vorhanden sind und die jeweilige Kapazität des entsprechenden Organs überfordert wird, treten Erkrankungen auf. Als weitere innere Krankheitsursache gelten Verhaltensfehler wie beispielsweise ein falsches Verhältnis zwischen Aktivität und Ruhe. Überarbeitung und Schlafmangel über einen längeren Zeitraum führen zu einer Erschöpfung des Nieren-Yin. Die daraus entstehende Leere-Hitze kann, wenn sie in Kombination mit dem äußeren „Pathogenen Faktor“ Wind auftritt, Anlass zu juckenden Hauterkrankungen geben.

Äußere Faktoren:

Dazu zählen die sechs „Pathogenen Faktoren“ (Liu Xie) Wind, Kälte, Sommer-Hitze, Nässe (Feuchtigkeit), Trockenheit und Hitze (Feuer). Es handelt es sich dabei um klimatische Zustände, die den Körper von außen angreifen und Krankheiten verursachen können. Im Normalfall kann sich der menschliche Körper gut an äußere Wetterbedingungen anpassen. Unter Belastung können die Körperfunktionen von diesen pathogen wirksamen Verhältnissen gestört werden. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass Hautprobleme, die ausschließlich aufgrund von inneren Ursachen entstehen, leichter zu behandeln sind als Hautprobleme, die aus einer Kombination von inneren und äußeren Ursachen hervorgerufen werden.

Neurodermitis als Beispiel einer Hauterkrankung

Im Folgenden sei das Krankheitsbild der Neurodermitis als konkretes Beispiel für eine der zahlreichen Hauterkrankungen angeführt. Zahlreiche Menschen sind davon betroffen. Neurodermitis lässt sich mit Methoden der TCM gut behandeln; wobei die Therapie umso Erfolg versprechender ist, je jünger der Patient zum Zeitpunkt der Erstmanifestation der Erkrankung ist und je kürzer die Leidensgeschichte gewährt hat. Die chinesische Bezeichnung für Dermatitis lautet „shi zhen“, es sind aber auch Bezeichnungen wie „chuang“ (entsprechend dem deutschen Wort: Wunden) oder „xuan“ (entsprechend dem deutschen Wort: Pilzbefall) gebräuchlich. Die chinesische Bezeichnung für Neurodermitis lautet „si wan feng“. Dies bedeutet wörtlich übersetzt: „Wind in vier Gelenken“. Laut Prof. Jia Chang (ein Lehrer, bei dem ich längere Zeit im Chongwen Distikt von Peking studieren durfte) ist jede Hautproblematik ist auf eine Schwäche des Wei-Qi (Abwehr-Qi) zurückzuführen. Weiters lehrte er, dass sich zwischen Haut und Muskulatur eine Schicht befindet, deren Aufgabe es ist, die Haut mit Nährstoffen zu versorgen. Wenn sich nun in diesem Bereich Schleim-Ansammlungen befinden, kann die Haut nicht mehr optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Als Ursache für diese Situation kann primär eine Milz-Qi-Schwäche angesehen werden, die zu einer eingeschränkten Transport- und Transformationsfunktion der Milz führt. Als Folge kommt es zur Ansammlung von Feuchter-Hitze in der Schichte unter der Haut. Wenn nun Menschen zusätzlich den äußeren klimatischen Faktoren: Wind, Feuchtigkeit und Hitze ausgesetzt sind, akkumulieren diese unter der Haut und führen zu Neurodermitis. In schweren Fällen kommt es zusätzlich zu einem Verlust von Körpersäften (Jinye), dies wiederum führt langfristig zu einem Yin- und Blut-Mangel sowie zur Bildung von innerem trockenem Wind. Dieser innere Wind manifestiert sich bei betroffenen Patienten als Juckreiz.

Differentialdiagnosen

Das Krankheitsbild, das in der Schulmedizin „Neurodermitis“ genannt wird, wird in der TCM in 3 Untergruppen gegliedert:

  1. Blut-Hitze Neurodermitis
  2. Feuchte-Hitze Neurodermitis
  3. Blut-Mangel Neurodermitis

Diese drei Phasen treten der Reihe nach auf, und können als aufeinanderfolgende Entwicklungsstadien der Erkrankung angesehen werden. Zu Beginn überwiegt die Blut-Hitze. Der Endzustand eines lange Zeit bestehenden Prozesses ist in vielen Fällen ein Blut-Mangel in Kombination mit einer Blut-Stagnation. Immer, wenn eine durchgeführte Therapie zu keiner Verbesserung des Befindens der Patienten führt, sollte an eine eventuell vorhandene Blut-Stagnation gedacht und diese therapiert werden!

Die 3 Kategorien im Einzelnen:

1. Blut-Hitze Neurodermitis

Hier ist die Haut massiv gerötet und entzündet. Der Juckreiz ist stark ausgeprägt. Oft entwickelt sich diese Form der Neurodermitis rasch, die Symptome treten schnell und intensiv auf und können über den gesamten Körper verteilt sein, wobei nicht nur die für Neurodermitis typischen Regionen betroffen sind. Charakteristisch ist das Hautbild: kleine silbrige Schuppen, die auf einer sehr trockenen, roten Haut gefunden werden. Zusätzlich bestehen häufig ein Durstgefühl sowie Unruhezustände.

Zungenkörper:

gerötet, manches Mal rote Papillen, die über den ganzen Zungenkörper verteilt sind.

Zungenbelag:

dünn, trocken.

Puls:

Allgemein: schnell (shuo), dünn (xi), leer (xu).

Im Bereich des Herzens:

oberflächlich (fu) und schnell (shuo).

Therapie:

Chinesische Kräuter:
  • He. Violae (Zihuadiding)                                          6 g Kaiserkraut
  • Rdx. Scrophulariae (Xuanshen)                          4,5 g Ministerkraut
  • Rdx. Rehmanniae gultinosa (Shengdihuang)       9 g Ministerkraut
  • Rdx. Glehniae (Baishashen)                                  4,5 g Ministerkraut
  • Fr. Forsythiae suspensa (Lianqiao)                     4,5 g Ministerkraut
  • Sclerotium Poria Cocos (Fuling)                          4,5 g Assistentenkraut
  • Rdx. Dioscoreae opposita (Shanyao)                      9 g Assistentenkraut
  • Semen Plantaginis (Cheqianzi)                                3 g Assistentenkraut

(Die 3 Assistentenkräuter befinden sich als Schutz in der Rezeptur, um in Opposition zu Kaiserkraut  und  Ministerkräutern das Milz-Qi zu tonisieren.)

Westliche Kräuter:
  • Stiefmütterchenkraut (Herba Violae tricolores)        6 g Kaiserkraut
  • Faulbaumrinde (Cortex Frangulae)                           4,5 g Ministerkraut
  • Klettenwurzel (Radix Bardanae)                                   3 g Ministerkraut
  • Brennesselkraut (Herba Urticae)                               4,5 g Ministerkraut
  • Löwenzahnwurzel (Radix Taraxaci)                             3 g Ministerkraut
Akupunkturpunkte:

Sedieren (Xie Fa): Mi 10 (Xuehai), He 7 (Shenmen), He 8 (Shaofu), Le 2 (Xingjian).

Diätetik:

Ernährungs- und Verhaltensempfehlungen sollen die Basis jeder TCM-Therapie darstellen. Im Rahmen deren Umsetzung übernimmt der Patient Verantwortung für seine Beschwerden und trägt konstruktiv zu seiner Genesung bei. Traditionell ist es üblich, erst nach erfolgreicher Änderung von Ernährung und Verhalten zusätzliche Heilmethoden wie Akupunktur, Moxibustion bzw. Kräutertherapie anzuwenden.

Zu meiden:

Thermisch warme oder heiße Nahrungsmittel, sowie Nahrungsmittel mit scharfem Geschmack. Dazu gehören beispielsweise Gewürze wie Pfeffer, Chili, Curry, Ingwer, Zwiebel, Knoblauch. Weiters Alkohol, da dieser aus Sicht der TCM scharf ist (Ausnahme: Bier – bitter!), Schalen- und Krustentiere sowie Nahrungsmittel (z.B. Trockenfrüchte), die zur Konservierung geschwefelt wurden.

Empfehlungen:

Thermische kühle oder kalte Nahrungsmittel sowie der bittere Geschmack. Entsprechende Lebensmittel sind beispielsweise: Salate, speziell Chicoree und Endivien, Sojaprodukte, grüner Tee, Mineralien jeglicher Art (wie Magnesium und Calcium), da sie thermisch kühl sind und somit Juckreiz lindernd wirken.

2. Feuchte-Hitze Neurodermitis

Patienten, die unter einer Feuchte-Hitze Neurodermitis leiden, besitzen häufig nässende Ausschläge. Das Sekret ist dabei gelb, zähflüssig und geruchsintensiv. Die Haut weist hierbei keine massiven Entzündungen auf. Die Beschwerden sind subakut. Der Juckreiz ist mäßig stark ausgeprägt. Die betroffenen Körperregionen präsentieren nun die für Neurodermitis typischen Stellen im Bereich der Beugeseiten von Ellenbogen und Knie. Zusätzlich bestehen Schwere- und Müdigkeitsgefühl, übelriechende Stühle und trüber Urin.

Zunge:

Zungenkörper: rot und geschwollen.

Zungenbelag: gelb und feucht.

Puls:

gleitend (hua) und voll (shi).

Therapie:

Chinesische Kräuter:
  • Ctx. Dictamni (Baixianpi)                                      3 g Kaiserkraut
  • Rdx. Saphorae flavescentis (Kushen)                 3 g Kaiserkraut
  • Ctx. Phellodendri (Huangbai)                           4,5 g Ministerkraut
  • Fr. Xanthii (Cangerzi)                                            3 g Ministerkraut
  • Poria Cocos (Fuling)                                            4,5 g Assistentenkraut
  • Pericarpium Citri reticulatae (Chenpi)               6 g Assistentenkraut
  • Sclerotium Polypori umbellati (Zhuling)        4,5 g Assistentenkraut
  • Rdx. Astragalus (Huangqi)                                   9 g Assistentenkraut
  • Semen Coicis (Yiyiren)                                          3 g Assistentenkraut
  • Periostracum Cicadae (Chantui)                          3 g Botschaftskraut
Westliche Kräuter:
  • Erdrauch (Herba Fumariae)                                        3 g Kaiserkraut
  • Mariendistel (Fructus Cardui mariae)                       6 g Ministerkraut
  • Borretschblüten- und blätter (Herba Boraginis)     3 g Ministerkraut
  • Birkenblätter (Folium Betulae)                                   3 g Assistentenkraut
  • Faulbaumrinde (Cortex Frangulae)                           3 g Assistentenkraut
  • Stiefmütterchen (Herba Violae tricolores)            4,5 g Botschaftskraut
Akupunkturpunkte:

Tonisieren (Bu Fa): Mi 6 (Sanyinjiao).

Sedieren (Xie Fa): Mi 9 (Yinlingquan), Le 5 (Ligou), Le 8 (Ququan), Ma 40 (Fenglong).

Diätetik:

Zu meiden:

Nahrungsmittel, die aus einer Kombination des süßen und scharfen Geschmackes bestehen. Dazu zählt z.B. süßer Alkohol (Sekt, Liköre). Besonders negativ wirken sich Milchprodukte (Yoghurt, Käse, Topfen) aus. (Milch in gekochtem Zustand ist besser verträglich als ungekochte). Weiter zu meiden sind Schweinefleisch sowie Wurstwaren jeglicher Art (durch die zugefügten Gewürze, Bindemittel und Salze wird die Feuchte-Hitze massiv verstärkt), Tiefkühlkost, gegrillte und panierte Speisen, sowie die Getreidearten: Weizen und Dinkel, da diese aus Sicht der TCM stark befeuchtend wirken.

Empfehlungen:

Nahrungsmittel mit bitterem Geschmack (Chicoree, Endivien, grüner und schwarzer Tee, Sojaprodukte, Sprossen), sowie Nahrungsmittel, die nicht befeuchtend wirken und das Milz-Qi tonisieren. Die besten Getreidesorten sind Reis, Hirse und Gerste.

3. Blut-Mangel Neurodermitis

Betroffene Patienten leiden unter einer chronischen Form der Neurodermitis. Eine Blut-Mangel Neurodermitis manifestiert sich durch ein chronisches Ekzem mit Lichenifikation. Die betroffenen Hautregionen sind nicht so intensiv gerötet wie bei Vorliegen von Blut-Hitze oder Feuchte-Hitze und sind eher trocken. Der Juckreiz besteht auch an nicht betroffenen Hautstellen, und tritt am Nachmittag und Abend verstärkt auf. Patienten, die unter einem Blut-Mangel leiden, sind blass und im Allgemeinen müde und schreckhaft. Sie haben Konzentrationsprobleme und einen oberflächlichen Schlaf mit lebhaften Träumen. Oft besteht eine Neigung zu Tendovaginitis (Entzündung der Sehnenscheiden). Aus einem Blut-Mangel entwickelt sich in vielen Fällen eine Blut-Stagnation. An dieser Stelle sei angemerkt, dass Patienten, die unter einer Blut-Mangel Neurodermitis leiden, immer wieder Schübe, die durch Feuchte-Hitze oder Blut-Hitze Symptome gekennzeichnet sind, aufweisen können.

Zunge:

Zungenkörper: zart, blass und trocken.

Zungenbelag: dünn, trocken.

Puls:

Allgemein: dünn (xi), leer (xu); zusätzlich rau (se) bei Blut-Stagnation.

Therapie:

Chinesische Kräuter:
  • Rdx. Angelicae sinensis (Danggui)                           9 g Kaiserkraut
  • Rdx. Paeoniae alba (Baishao)                                   6 g Kaiserkraut
  • Rdx. Rehmanniae praeparate (Shudihuang)       4,5 g Kaiserkraut
  • Rdx. Astragalus (Huangqi)                                         6 g Ministerkraut
  • Rdx. Polygoni multiflori (Heshouwu)                      6 g Ministerkraut
  • Rdx. Bupleuri (Chaihu)                                             1,5 g Assistentenkraut
  • Rdx. Scutellariae barbatae (Huangqin)                 1,5 g Assistentenkraut
  • Rdx. Glycyrrhizae (Gancao)                                       3 g Assistentenkraut
  • Ctx. Dictamni (Baixianpi)                                          3 g Botschaftskraut
  • Rdx. Ledebouriellae (Fangfeng)                               3 g Botschaftskraut
Westliche Kräuter:
  • Vogelknöterich (Polyganum aviculare)                     9 g Kaiserkraut
  • Lungenkraut (Herba Pulmuniariae)                          6 g Ministerkraut
  • Zinnkraut (Herba Equiseti)                                        6 g Ministerkraut
  • Ockergelber Hohlzahn (Herba Galeopsis)               6 g Ministerkraut
  • Hohlzahnkraut (Herba Galeopsis)                             6 g Ministerkraut
  • Brennesselkraut (Herba Urticae)                            1,5 g Assistentenkraut
Akupunkturpunkte:

Tonisieren (Bu Fa): Ni 6 (Zhaohai), Bl 17 (Geshu), Bl 20 (Pishu).

Sedieren (Xie Fa): Le 3 (Taichong), Mi 10 (Xuehai).

Diätetik:

Zu meiden:

Scharfe Nahrungsmittel (der scharfe Geschmack verletzt das Blut).

Empfehlungen:

Qi und Blut aufbauende Nahrungsmittel! Zu diesen zählen Kürbis, Karotten, Datteln, schwarzer Sesam, Pinienkerne, Wurzelgemüse (z.B. Petersilienwurzel) und natürlich auch Fleisch. Es ist leichter, einen Blut-Mangel durch Nahrungsmittel wie Fisch, Geflügel und Rindfleisch auszugleichen, als diesen mit vegetarischer Kost zu behandeln. Wenn Nahrungsmittel mit Rotwein zubereitet werden, wird die Blut-aufbauende Wirkung verstärkt. Zusätzlich wird zur äußeren Anwendung gegen die Trockenheit der Haut das Einmassieren von Leinsamenöl oder Sesamöl empfohlen. Diese Öle nähren die Haut, ohne die Hautoberfläche zu “ersticken”.

Impfungen

An dieser Stelle eine Anmerkung zu Impfungen: es gibt nichts, was aus Sicht der TCM vollkommen neutral wirkt. Alles besitzt Wirkung und Nebenwirkung. Impfungen führen aus Sicht der TCM zu Blut-Hitze; und zwar speziell jene Impfungen, die s.c. oder i.m. verabreicht werden. Wenn ein Mensch zum Zeitpunkt der Impfung bereits unter Blut-Hitze leidet, so wird diese verstärkt. Die Folge ist, dass sich (unerwünschte) Symptome manifestieren können: typischer Weise Ausschläge, erhöhte Körpertemperatur sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl. Doch längerfristig muss dies kein Nachteil sein: Durch das Auftreten der Symptome wird im Idealfall Hitze ausgeleitet. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine ausführliche Aufklärung des Patienten! Es hilft ein Blick auf den Zungenkörper (liegen rote Papillen vor?), um voraussagen zu können, ob der Patient eine Impfung gut vertragen – also keine Nebenwirkungen aufweisen – wird oder nicht.

Prävention

In der Prävention liegt eine der großen Stärken der TCM! Ich möchte an dieser Stelle allgemeine Richtlinien anführen, wobei die nun folgenden Anmerkungen selbstverständlich auch für die Prävention von Hauterkrankungen gelten: Menschen kommen mit unterschiedlichen Konstitutionen auf die Welt. In Abhängigkeit von dieser Konstitution gibt es Vorlieben, Abneigungen, Stärken und Schwächen. Die große Herausforderung und auch Kunst des Lebens besteht darin, dieser Konstitution entsprechend zu leben. Was für einen Menschen gilt, kann möglicherweise für einen Anderen schlecht sein. In Abhängigkeit von Konstitution, aber auch von Alter, Jahreszeit und Klima, sind manche Dinge förderlich, andere nicht. Für manche Menschen kann es gut sein, aktiv zu sein; während es für andere wichtig wäre, längere Ruhephasen einzulegen. Somit kommen wir zum Thema des Buches zurück, nämlich dem „Stress“. Stress kann unter anderem bedeuten, in Widerspruch zu seiner Konstitution zu leben und zu handeln. Prävention bedeutet, seiner eigenen individuellen Konstitution entsprechend zu leben.

Ich darf den Leser/Innen an dieser Stelle gutes Gelingen beim Meistern dieser Herausforderung wünschen!

 

Literaturempfehlung westliche und chinesische Heilkräuter:

Ploberger, F. Westliche und traditionell chinesische Heilkräuter, Verlag: Bacopa.

>> hier geht es zum Buch

Dr. Florian Ploberger

Dr. med. Florian Ploberger, B.Ac., MA, TCM-Arzt, Tibetologe, Fachbuchautor. Internationale universitäre und interdisziplinäre Lehrtätigkeit und zahlreiche Publikationen in den Themenbereichen Tibetische Medizin und TCM. Präsident der Österreichischen Ausbildungsgesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (ÖAGTCM). Mehrere Bücher veröffentlicht. (Schwerpunkte: Westliche Kräuter aus Sicht der TCM sowie Tibetische Medizin). Von der Direktion des Men-Tsee-Khang (Institut für Tibetische Medizin und Astrologie in Dharamsala, Nordindien) mit der Übersetzung der ersten beiden und des letzten Teils des bedeutendsten Werkes der Tibetischen Medizin (rgyud bzhi) beauftragt. Weitere Informationen finden Sie unter www.florianploberger.com