Osteopathie-Ausbildung – auf was sollte man achten

Osteopathie-Ausbildung – auf was sollte man achten

- in Physiotherapie
4589
Kommentare deaktiviert für Osteopathie-Ausbildung – auf was sollte man achten

Sie wollen Osteopath werden? Hier finden Sie wichtige Infos zur Osteopathie-Ausbildung.

Die Ausbildung zum Osteopathen geschieht hauptsächlich an privaten Osteopathie-Schulen. Danach können Sie sich entscheiden, ob Sie sich ganztägig oder berufsbegleitend ausbilden lassen wollen.

Berufsbegleitende Ausbildung zum Osteopathen

Die meisten dieser Schulen bieten Osteopathie-Ausbildung berufsbegleitend an. Die Ausbildung wendet sich an Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten. Eine berufsbegleitende Ausbildung dauert vier Jahre oder mehr. Aufgrund der dualen Ausbildungsstruktur findet diese nur an  Wochenenden statt. Die Ausbildung läuft über 1.350 Unterrichtsstunden.

Vollzeit-Ausbildung zum Osteopathen

Diese Ausbildungsrichtung wird hauptsächlich von Abiturienten an Vollzeitschulen gewählt. Im Laufe von fünf Jahren und übr 5000 Unterrichtsstunden ist dies die umfangreichste Form der Osteopathie-Ausbildung. Neben den medizinischen Grundlagen aus den Bereichen Anatomie und Physiologie werden den Schülern auch alle Formen der osteopathischen Techniken beigebracht. Um die Osteopathie-Ausbildung als Osteopath abzuschließen, ist eine Abschlussarbeit und eine Abschlussprüfung erforderlich.

Seit 2012 wird ein Bachelor-Studiengang Osteopathie eingerichtet. An der Hochschule Fresenius in Idstein bei Wiesbaden und München können in 8 Semestern als Vollzeit-Studium einen nach den Bologna-Kriterien anerkannten akademischen Bachelor-Abschluss in Osteopathie erhalten. Diejenigen können im Anschluss an diese Bachelor-Ausbildung auch noch den Masterstudiengang Osteopathie erwerben.

Welche Voraussetzungen braucht man für den Osteopathie-Ausbildung?

In erster Linie brauchen Sie Zeit und Geld. Denn Sie gehen mit Menschen um, die sich Ihnen anvertrauen. Daher müssen Sie lernen, den Menschen als Ganzes erfassen zu können und brauchen dafür viel Wissen und Gespür. Die Osteopathie ist in Deutschland eine Heilkunde und darf nur von Ärzten oder Heilpraktikern eigenverantwortlich durchgeführt werden. Das bedeutet, dass Sie entweder ein Medizinstudium oder die Heilpraktikerprüfung bestanden haben müssen. Der reine Physiotherapeut darf nur auf ärztliche Anordnung oder die eines Heilpraktikers eine osteopathische Therapie durchführen.

Für die Heilpraktikerprüfung bzw. den Antrag zur Prüfung gelten die Bestimmungen der „Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz“ müssen folgende Inhalte erfüllt sein:

  1. der Antragsteller muss älter als 25 sein
  2. darf nicht vorbestraft sein
  3. der Antragsteller muss mindestens eine abgeschlossene Schulausbildung nachweisen (zumindest ein Hauptschulabschluss)
  4. es dürfen keine schweren Krankheiten und Suchtkrankheiten vorliegen. Gemeint sind hierbei z.B. chronische oder ansteckende Krankheiten

Wie wähle ich die richtige Osteopathie-Schule aus?

Sehen Sie sich die Schule persönlich an. Viele bieten Schnupperkurse oder geben Einführungsveranstaltungen. Gehen Sie an einem normalen Schultag in die Schule und sprechen Sie persönlich mit anderen Schülern über deren Erfahrungen. All diese Infos und Eindrücken können Ihnen helfen, die richtige Wahl zu treffen. Verlassen Sie sich nicht nur auf das, was im Internet steht!

Was ist der Unterschied zwischen europäischer und amerikanischer Osteopathieausbildung?

Wer in Amerika Osteopath werden will, der geht meistens an ein College und kann dort einen fachärztlichen Abschluss der physikalischen Medizin machen. Dieser hat den gleichen Wert wie der Abschluss, den wir als Abschluss in der Allgemeinmedizin kennen.
In Europa ist der reine Osteopath nicht staatlich anerkannt. Trotzdem können Ärzte der Allgemeinmedizin sich zum Osteopathen weiterbilden lassen. Der amerikanische Abschluss kann in Europa je nach Inhalt der Ausbildung als vollwertiger medizinischer Abschluss anerkannt werden.

naturmed

Spezialist für Fachbücher aus Akupunktur, Traditioneller Chinesischer Medizin, Qigong, Naturheilverfahren, Homöopathie und Physiotherapie. Jährlich auf vielen, wichtigen Kongressen wie der TCM-Kongress in Rothenburg, dem ASA-Kongress und dem Tao-Kongress in Österreich vertreten.